Jugendbeirat in Bad Driburg geplant.
Bürgermeister Tobias Tölle wirbt an Schulen für Beteiligung – Gründung voraussichtlich im Januar
Alexander Bieseke
Bad Driburg. Kinder und Jugendliche sollen künftig stärker an der kommunalpolitischen Entwicklung Bad Driburgs beteiligt werden. Dafür wirbt Bürgermeister Tobias Tölle derzeit an Schulen in Bad Driburg und Umgebung. Am 15. Oktober stellte er die Idee eines geplanten Jugendbeirats bei der Schülervertretungs-Vollversammlung am Schulzentrum Bad Driburg vor, so die Pressemitteilung von Simon Tewes.

An der Versammlung nahmen dernach die gewählten Klassensprecher der Gesamtschule und der Sekundarschule teil. Begleitet wurde die Veranstaltung von den Schulleitungen Simon Tewes und Daniela Schäfer sowie den SV-Lehrkräften Anna Batke, Juliane Rux und Nicholas Reade.
Vertretung für Kinder und Jugendliche
Der geplante Jugendbeirat soll jungen Menschen die Möglichkeit geben, ihre Anliegen einzubringen und die Entwicklung ihrer Stadt mitzugestalten. Mitmachen können Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 20 Jahren.
Nach den bisherigen Planungen sollen sechs Vertreter die Altersgruppe von sechs bis elf Jahren repräsentieren. Für die Zwölf- bis 20-Jährigen sind sieben Plätze vorgesehen. Insgesamt soll das Gremium damit aus 13 Mitgliedern bestehen.
Als Vorbild für die Interessenvertretung verwies Tölle auf den bestehenden Inklusionsbeirat, der sich auch mit Anliegen älterer Menschen beschäftigt. Der gemeinnützige Verein pro barrierefrei e.V. hatte seinerzeit für einen Beirat öffentlich plädiert.
Die Jugendlichen selbst sollen die Arbeit des neuen Gremiums gestalten. „Die Jugendlichen müssen den Beirat mit Leben füllen“, betonte der Bürgermeister.
Radwege, Schule und Mietpreise als Themen
Bei der anschließenden Fragerunde zeigten die Schülerinnen und Schüler Interesse an unterschiedlichen kommunalen und persönlichen Themen. Zur Sprache kamen unter anderem mögliche neue Radwege in Bad Driburg und der aktuelle Oberstufenstandort der Gesamtschule.
Auch die Mietpreise in der Stadt beschäftigten die Jugendlichen. Sie wollten beispielsweise wissen, ob ein Mietpreisdeckel eine mögliche Maßnahme sein könnte. Darüber hinaus beantwortete Tölle Fragen zu seiner eigenen Schulzeit.
Die Diskussion machte deutlich, dass sich die Jugendlichen mit Themen auseinandersetzen, die ihren Alltag und die Zukunft ihrer Stadt betreffen.
Gründung voraussichtlich im Januar
Nach den bisherigen Planungen sollen alle interessierten Kinder und Jugendlichen im Januar zu einer konstituierenden Sitzung ins Rathaus eingeladen werden. Dort soll der Jugendbeirat offiziell gegründet werden. Maren Sievers, die vielen jungen Menschen aus dem Jugendtreff bekannt ist, soll die Arbeit des Gremiums koordinierend begleiten.
Vorgesehen sind mindestens zwei Sitzungen pro Jahr. Außerdem soll ein Vorstand gewählt werden, der die Aufgaben koordiniert und als Anlaufstelle für Fragen dient.
Noch bleibt abzuwarten, wie viele junge Menschen sich beteiligen und welche Themen sie in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen werden. Mit dem geplanten Jugendbeirat möchte die Stadt ihnen eine feste Möglichkeit eröffnen, ihre Interessen in die Kommunalpolitik einzubringen.
Titelbild: Bürgermeister Tölle mit den gewählten Sprechern der SV, den SV-Lehrkräften, sowie den Schulleitungen des Schulzentrums Bad Driburg.