Gibt es beim Umbau des Konrad-Adenauer-Rings keinen Klimawandel?

13 Bäume, Grünflächen und mögliche Alternativen – Thorsten Sagel stellt Fragen zur Planung in einem Leserbrief

Gibt es bei der Planung des Umbaus am Konrad-Adenauer-Ring eigentlich keinen Klimawandel? Diese Frage stelle ich mir angesichts der vorgesehenen Baumaßnahmen. Warum wird der Kreisverkehr nicht weiter in Richtung Feuerwehr verlegt, um die ersten fünf großen Bäume sowie zwei kleinere Bäume aus den Querungshilfen zu erhalten? Insgesamt sollen dem Umbau 13 Bäume zum Opfer fallen.

Auch die Grünfläche mit zwei Bäumen und einer Bank an der Ecke Pyrmonter Straße/Konrad-Adenauer-Ring soll verschwinden. Muss das wirklich sein?

Drei Querungshilfen und drei Zebrastreifen – ist das notwendig?

Braucht es an einem Kreisverkehr tatsächlich drei Querungshilfen und drei Zebrastreifen? Oder würden die Querungshilfen allein ausreichen? Weniger als 100 Meter entfernt gibt es an der Ecke Elmarstraße bereits einen Zebrastreifen, in der anderen Richtung auf der Pyrmonter Straße eine Ampel.

Sinnvoller wäre aus meiner Sicht ein Zebrastreifen im Bereich des Netto-Marktes an der Pyrmonter Straße. Dort könnte er den Fußgängern helfen, die Straße sicherer zu überqueren.

An der großen Kreuzung Lange Straße/Konrad-Adenauer-Ring gibt es künftig leider keine Querungshilfe mehr. Wie sollen Menschen mit Beeinträchtigungen dort sicher auf die andere Straßenseite gelangen?

Auch die Eiche im Grünbeet zwischen Alleestraße und Pyrmonter Straße könnte erhalten bleiben, wenn der Gehweg so bestehen bliebe wie bisher.

Zur Person: Thorsten Sagel war langjähriges Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), Vorsitzender des SPD-Ortsvereins und Mitglied der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bad Driburg. Inzwischen ist er kein Mitglied der SPD mehr.

Müssen wirklich alle Bäume und Grünflächen weichen?

Braucht es an der Kreuzung Alleestraße unbedingt eine Fußgängerampel? Wäre eine neue Zuwegung über den Parkplatz der Stadtkapelle zur Unterführung am Konrad-Adenauer-Ring nicht möglicherweise die bessere Alternative?

Könnte die Bushaltestelle „Vor der Brede“ nicht so gebaut werden, dass zwei weitere Bäume erhalten bleiben? Und warum kann die andere Bushaltestelle nicht so bleiben, wie sie bisher ist?

Auch bei der Beleuchtung stellt sich mir die Frage, ob eine vollständige Erneuerung tatsächlich erforderlich ist. Die vorhandene Beleuchtung wurde doch erst vor einigen Jahren auf LED umgestellt. Kann und muss sich die Stadt eine erneute Investition leisten, wenn möglicherweise Teile der bestehenden Anlage weiter genutzt werden könnten?

Krankenhaus, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst im Blick behalten

Es ist gut, dass am Konrad-Adenauer-Ring endlich etwas gemacht wird. Bei allen Planungen darf jedoch nicht vergessen werden, dass es sich um eine wichtige Hauptverkehrsstraße handelt. Auf der einen Seite befinden sich das Krankenhaus und die Feuerwehr, auf der anderen Seite Polizei und Rettungsdienst.

Ich hoffe, dass die Einsatzkräfte ihre vorgeschriebenen beziehungsweise erforderlichen Eintreffzeiten auch während der Bauphase einhalten können und die Erreichbarkeit der Einrichtungen dauerhaft gewährleistet bleibt.

Bei allen notwendigen Verbesserungen sollten deshalb auch alternative Lösungen geprüft werden. Der Erhalt von Bäumen, die Sicherheit von Fußgängern und Menschen mit Beeinträchtigungen sowie die Funktionsfähigkeit dieser wichtigen Verkehrsverbindung müssen bei der Planung gleichermaßen berücksichtigt werden.

Thorsten Sagel


Hinweis der Redaktion: Bei diesem Leserbrief handelt es sich um die persönliche Meinung des Verfassers Thorsten Sagel. Diese gibt nicht zwingend die Auffassung der Redaktion von Bad Driburg im Blick wieder. Die Veröffentlichung dient der Meinungsvielfalt und der sachlichen Diskussion über Maßnahmen im öffentlichen Raum.


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