Konrad-Adenauer-Ring: Im März geht es los

Stadtrat macht Weg für Millionenumbau frei

Rund 5,9 Millionen Euro für den Umbau – Kreisverkehr an der Pyrmonter Straße und zweijährige Bauphase

Alexander Bieseke

Bad Driburg. Der Konrad-Adenauer-Ring im Abschnitt der Pyrmonter Straße bis hin zur Polizeiwache/LIDL soll umfassend umgebaut werden. Der Stadtrat hat der vorgelegten Planung mit 26 Ja-Stimmen, sieben Gegenstimmen und einer Enthaltung zugestimmt. Nach den im Rat genannten Planungen soll die Baumaßnahme im März 2027 beginnen und rund zwei Jahre dauern.

Die geschätzten Gesamtkosten liegen bei rund 5,9 Millionen Euro. Davon entfallen etwa 2,5 Millionen Euro auf die Stadt Bad Driburg. Unter Berücksichtigung der vorgesehenen Fördermittel von rund einer Million Euro für den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen und die Verbesserung der Fußgängerinfrastruktur verbleibt nach Angaben der Verwaltung ein städtischer Eigenanteil von rund 1,5 Millionen Euro.

Kreisverkehr an der Pyrmonter Straße

Zum Ausbau gehört auch ein Kreisverkehr an der Kreuzung zur Pyrmonter Straße. Die Gestaltung und insbesondere die Führung des Radverkehrs waren Gegenstand der Diskussion im Stadtrat.

Während aus den Reihen der AfD Bedenken hinsichtlich der vorgesehenen Querungsmöglichkeiten für Radfahrer geäußert wurden, wurde die Planung von anderen Ratsmitgliedern verteidigt. Benedikt Rasche verwies laut der Berichterstattung der Neuen Westfälischen darauf, dass der Kreisverkehr „richtlinienkonform“ sei.

Auch die Frage der Parkmöglichkeiten wurde kritisch angesprochen. Peter Eichenseher (AfD) sah insbesondere im Wegfall von Parkplätzen eine Verschlechterung.

Zwei Jahre Baustelle

Für die Verkehrsteilnehmer dürfte die Umsetzung spürbare Auswirkungen haben. Nach Angaben von Baudezernent Florian Greger ist der Baubeginn für März 2027 vorgesehen. Die Bauzeit soll etwa zwei Jahre betragen.

In zwei Bauabschnitten werde eine Vollsperrung erforderlich sein. Die übrigen Abschnitte sollen nach den Angaben aus dem Stadtrat mit halbseitigen Sperrungen durchgeführt werden.

Damit dürfte der Konrad-Adenauer-Ring über einen längeren Zeitraum zu einem wichtigen Baustellenbereich in Bad Driburg werden.

Einsparungen bei Pflaster und Beleuchtung

Bereits in der Ausführungsplanung hatte die Verwaltung verschiedene Möglichkeiten zur Kostenreduzierung aufgezeigt.

Der Verzicht auf das vorgesehene Driburger Pflaster würde rund 30.000 Euro einsparen. Eine einseitige Beleuchtung mit einer Lichtpunkthöhe von zwölf Metern wurde mit einem Einsparpotenzial von rund 200.000 Euro angegeben.

Letztlich wurde eine differenzierte Beleuchtung vorgesehen: Zwischen Langer Straße und Caspar-Heinrich-Straße soll die Beleuchtung beidseitig mit einer Lichtpunkthöhe von 4,5 Metern erfolgen. Im restlichen Ausbauabschnitt ist eine einseitige Beleuchtung mit zwölf Meter hohen Lichtmasten geplant.

Die Verwaltung geht dadurch gegenüber der ursprünglichen maximalen Ausbauvariante von einer Einsparung von rund 150.000 Euro aus.

Kritik angesichts der Haushaltslage

Klaus Lange (AfD) stellte im Stadtrat insbesondere den städtischen Eigenanteil von rund 1,5 Millionen Euro infrage. Angesichts der angespannten Haushaltslage müsse aus seiner Sicht auch die finanzielle Belastung betrachtet werden.

Die Befürworter des Vorhabens verwiesen dagegen auf die geplanten Verbesserungen für Fußgänger, Radfahrer und den barrierefreien Ausbau.

Die Neue Westfälische fasste die Kontroverse in ihrer Berichterstattung unter anderem mit der Frage zusammen, „ob die Planung in dem Umfang angemessen ist“.

Abstimmung beendet politische Debatte – Umsetzung beginnt

Mit dem Ratsbeschluss ist die politische Entscheidung für die vorgelegte Planung gefallen. Nun folgen die weiteren Schritte der Umsetzung.

Nach der Abstimmung und der vorgesehenen Ausschreibung Ende 2026 soll die Baumaßnahme im Frühjahr 2027 starten.

Für Bad Driburg bedeutet das: Der Konrad-Adenauer-Ring wird für voraussichtlich zwei Jahre zu einer der größeren innerstädtischen Baustellen. Neben der eigentlichen Straßensanierung wird insbesondere entscheidend sein, wie Verkehr, Fuß- und Radverkehr sowie die Erreichbarkeit der angrenzenden Bereiche während der Bauzeit organisiert werden.

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