Alexander Bieseke
Bad Driburg-Herste. Auf dem Gelände der Kläranlage Herste wurde am 21. Mai ein wichtiger Meilenstein gefeiert: Mit dem Richtfest für den Hallenbau schreitet die Umsetzung der sogenannten 4. Reinigungsstufe planmäßig voran. Die Rohbauarbeiten gelten damit als abgeschlossen, so Tamara Fleischer von der Stadt Bad Driburg in ihrer Pressemitteilung.
Begonnen hatten die Arbeiten im Februar 2025 mit umfangreichen Erdarbeiten. „Da sich die 4. Reinigungsstufe circa zur Hälfte unterhalb der Erdoberfläche befindet, mussten zunächst rund 6.000 Kubikmeter Erde bewegt werden, um den Betonkörper zu errichten“, erläutert Betriebsleiter Dipl.-Ing. Sebastian Menne.
Bereits vor dem Bau der Halle wurden die zehn Filteranlagen eingesetzt, die künftig die zentrale Aufgabe übernehmen, Mikroschadstoffe aus dem Abwasser zu entfernen. Jeder der Filter wiegt rund fünf Tonnen und wurde mithilfe eines schweren Autokrans an seinen Platz gebracht.
Sebastian Menne bedankte sich ausdrücklich bei der Firma Schönhoff für die gute Zusammenarbeit und die qualitativ hochwertige Ausführung der Arbeiten.

In den kommenden Monaten folgen nun Schritt für Schritt die technischen Ausbaugewerke. Die Fertigstellung der gesamten Anlage ist für Ende 2026 vorgesehen. Abhängig von der Wetterlage und der anschließenden Einfahrphase soll die neue Reinigungsstufe in der ersten Jahreshälfte 2027 in Betrieb gehen.
Mit der neuen Anlage wird Bad Driburg künftig über eine der modernsten Abwasserreinigungsanlagen in Nordrhein-Westfalen verfügen und damit einen wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz leisten.
Titelbild: Neue Hallenbau der Kläranlage in Bad Driburg-Herste