„Wo wir sind, bist du sicher.“  

Notinseln geben Kindern Orientierung und Hilfe

Doris Dietrich

Bad Driburg. Wer in Bad Driburg aufmerksam durch die Innenstadt geht, entdeckt an einigen Türen und Schaufenstern einen bunten Aufkleber mit der Aufschrift „Notinsel“. Hinter diesem Sticker steckt ein wichtiges Kinderschutzprojekt, das Kindern in schwierigen Situationen schnell und unkompliziert Hilfe bietet.

Ob verlaufen, Angst auf dem Schulweg, Streit, Mobbing, ein verlorener Schlüssel oder eine andere Notsituation – Kinder können sich in einer Notinsel jederzeit an die Mitarbeitenden wenden. Dort erhalten sie Unterstützung, werden beruhigt und bei Bedarf werden Eltern, Angehörige oder auf Wunsch die Polizei informiert.

Der Kreis Höxter ist gemeinsam mit der „Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel“ offizieller Projektträger. Die Koordinatorin des Projektes Sandra Wegener ist Teamleiterin Prävention bei den Sozialen Diensten des Kreises Höxter. „Ziel ist es, Kindern sichtbare und leicht erreichbare Hilfsangebote zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig ein starkes Zeichen für Kinderschutz und gesellschaftliche Verantwortung zu setzen.“

Heike Rüther-Tietze, Geschäftsstellenleiterin der Vereinigten Volksbank eG Bad Driburg
Thomas Groppe, Regionalleiter Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter für Bad Driburg und Willebadessen
Manuel Meinersmann, BeSte Stadtwerke
Matthias Gockeln, Filialleiter (l.), Alexandra Knoche (Mitte) und Monika Besche, Volksbank Höxter, Zweigniederlassung der VerbundVolksbank OWL eG

Auch in Bad Driburg wächst das Netzwerk der Notinseln. Zu den Projektpartnern in Bad Driburg gehört die Vereinigte Volksbank eG. Geschäftsstellenleiterin Heike Rüther-Tietze unterstützt das Projekt und setzt damit ein Zeichen für mehr Sicherheit von Kindern im Alltag.

Auch die Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter engagiert sich. Thomas Groppe, Regionalleiter für Bad Driburg und Willebadessen, unterstützt die Initiative vor Ort. Ein starkes Signal: Alle Filialen der Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter beteiligen sich am Notinsel-Projekt und stehen Kindern zur Verfügung.

Die BeSte Stadtwerke unterstützen das Netzwerk ebenfalls aktiv. „Wir beteiligen uns in Bad Driburg und ebenfalls mit unseren weiteren Kundenbüros in Brakel, Steinheim und Warburg am Projekt Notinsel. Für uns ist es eine Herzensangelegenheit, dass wir dieses Projekt unterstützen und für Kinder einen sicheren Ort schaffen“, betont Julia Franzmann aus dem Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit der BeSte Stadtwerke GmbH.

Zur Unterstützung des Projekts trägt die Volksbank Höxter, Zweigniederlassung der VerbundVolksbank OWL eG, bei. Filialleiter Matthias Gockeln sowie die Mitarbeiterinnen Alexandra Knoche und Monika Besche begleiten das Projekt vor Ort und engagieren sich für die weitere Bekanntmachung der Notinseln in Bad Driburg.

Gerade für Bad Driburg hat das Notinsel-Projekt eine besondere Bedeutung. Als Kur- und Badestadt besuchen jedes Jahr zahlreiche Gäste den Ort. Darunter Kinder und Jugendliche, die im Rahmen von Klassenfahrten, Ferienfreizeiten oder Aufenthalten z. B. in die Jugendherberge nach Bad Driburg kommen. Für sie sind die Notinseln ebenfalls wichtige Anlaufstellen, wenn sie sich verlaufen haben, Orientierung benötigen oder Unterstützung suchen.

Nicht jede Situation ist gleich. Die Notinseln bieten niedrigschwellige Hilfe und vermitteln Kindern und Jugendlichen das gute Gefühl, nicht allein zu sein. Gerade in einer gastfreundlichen Stadt wie Bad Driburg sind solche Anlaufstellen ein wichtiger Baustein für Sicherheit und Familienfreundlichkeit. Jeder Aufkleber im Schaufenster zeigt, dass Kinder in Bad Driburg nicht allein gelassen werden.

Ein wichtiger Wunsch aller Beteiligten ist es, das Thema Notinsel noch stärker ins Bewusstsein von Familien zu rücken. Schulen, Kindertagesstätten und Eltern können dazu beitragen, Kinder frühzeitig über die Bedeutung der Notinseln zu informieren. Dabei geht es nicht darum, Ängste zu schüren, sondern Kindern Sicherheit zu vermitteln und ihnen zu zeigen, wo sie im Bedarfsfall Hilfe finden können. Je selbstverständlicher Kinder die Notinsel-Aufkleber im Stadtbild wahrnehmen, desto sicherer fühlen sie sich im Alltag. Gleichzeitig hoffen alle Beteiligten, dass die Notinseln möglichst selten in Anspruch genommen werden müssen. Dennoch ist es beruhigend zu wissen, dass im Ernstfall verlässliche Anlaufstellen vorhanden sind – ganz nach dem Motto: Gut, dass es sie gibt, auch wenn man sie hoffentlich nie braucht.

Wer beim nächsten Stadtbummel durch Bad Driburg unterwegs ist, sollte einmal bewusst auf die Aufkleber achten. Für Kinder bedeutet sie vor allem eines: Sicherheit, wenn sie gebraucht wird.

Hinweis in eigener Sache: „Bad Driburg im Blick“ bedankt sich herzlich bei allen beteiligten Einrichtungen und Ansprechpartnern für die freundliche Unterstützung. Danke für die bereitgestellten Informationen, die offenen Gespräche sowie die Möglichkeit, Fotos an den jeweiligen Notinsel-Standorten aufzunehmen. Ohne dieses Engagement wäre eine Berichterstattung über das Notinsel-Projekt in dieser Form nicht möglich.

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