Seelsorgeraum Höxter nimmt konkrete Formen an

Kirche vor tiefgreifender Neuordnung

Alexander Bieseke

Bad Driburg. Der kirchliche Strukturwandel im Erzbistum Paderborn schreitet weiter voran. Im Zuge der Reform im Erzbistum Paderborn werden aus 603 bisherigen Pfarreien künftig 21 Seelsorgeräume gebildet. Diese deutliche Reduzierung der organisatorischen Einheiten soll die kirchliche Arbeit bündeln und angesichts rückläufiger Mitgliederzahlen sowie sinkender Personalressourcen zukunftsfähig machen.

Auch im Raum Höxter und Bad Driburg bedeutet dies eine stärkere überregionale Zusammenarbeit und eine Neuordnung der bisherigen Gemeindestrukturen.

Mit den jüngsten Konkretisierungen im sogenannten Bistumsprozess wird nun deutlicher, wie sich die katholische Kirche auch in der Region Bad Driburg künftig aufstellen will. Besonders im Fokus steht dabei der geplante Seelsorgeraum Höxter, der den gesamten Kreis Höxter umfassen soll.

Kreis Höxter wird ein gemeinsamer Seelsorgeraum

Nach den aktuellen Planungen des Erzbistums soll der Kreis Höxter künftig als ein einheitlicher Seelsorgeraum organisiert werden. Damit werden die bisherigen pastoralen Strukturen neu geordnet und stärker zusammengeführt.
Der Seelsorgeraum soll dabei nicht nur organisatorische Einheit sein, sondern auch ein gemeinsames pastorales Profil entwickeln.

21 Seelsorgeräume Erzbistum Paderborn  Quelle: Erzbistum Paderborn

Auswirkungen auch für Bad Driburg

Für Bad Driburg bedeutet die Reform vor allem eine stärkere Einbindung in übergeordnete Strukturen. Die lokalen Gemeinden bleiben zwar bestehen, sollen jedoch enger mit anderen Pfarreien im Kreis Höxter zusammenarbeiten.

Künftig wird die Seelsorge voraussichtlich in größeren Teams organisiert, die nicht mehr ausschließlich auf einzelne Kirchengemeinden begrenzt sind. Dadurch sollen Aufgaben gebündelt und Ressourcen effizienter eingesetzt werden.

Kirche im Wandel – weniger Strukturen, mehr Vernetzung

Der Bistumsprozess sieht vor, dass im gesamten Erzbistum 21 Seelsorgeräume entstehen. Diese sollen jeweils mehrere Gemeinden umfassen und von multiprofessionellen Teams begleitet werden.

Im Mittelpunkt steht dabei die Idee, kirchliches Leben stärker zu vernetzen: Gottesdienste, Seelsorgeangebote und ehrenamtliches Engagement sollen künftig flexibler über Gemeindegrenzen hinweg organisiert werden.

Zwischen Herausforderung und Chance

Während die Reform auf struktureller Ebene als notwendig gilt, sorgt sie in vielen Gemeinden auch für Diskussionen. Kritiker befürchten den Verlust von Nähe und Identität einzelner Pfarreien. Befürworter hingegen sehen die Chance, Kirche neu zu denken und trotz schwindender Ressourcen zukunftsfähig zu bleiben.

Blick nach vorn

Mit der Umsetzung des Bistumsprozesses steht die Kirche im Kreis Höxter – und damit auch in Bad Driburg – vor einem langfristigen Veränderungsprozess. Vieles ist noch in der Ausgestaltung, doch die Richtung ist klar: weniger Kleinteiligkeit, mehr Zusammenarbeit und eine stärkere gemeinsame Verantwortung im gesamten Seelsorgeraum.

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