Doris Dietrich
Bad Driburg. Die Stadtkapelle Bad Driburg e. V. hatte wieder zu ihrem traditionellen Maikonzert eingeladen – diesmal in die Aula der Gesamtschule Bad Driburg. Bei traumhaftem Frühlingswetter freuten sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf einen unterhaltsamen Konzertnachmittag. Erst im vergangenen Jahr hatte die Stadtkapelle ihr 125-jähriges Bestehen mit vielen Veranstaltungen gefeiert. Nun geht der Verein mit neuem musikalischen Schwung in die Zukunft.
Henrik Husemann führte freundlich und souverän durch das Programm. Er begrüßte die Gäste herzlich und richtete dabei zum Muttertag auch besondere Grüße an alle Mütter im Publikum. Auch seine eigene Mutter gehörte dazu.


Den musikalischen Auftakt gestaltete die Bläserklasse unter der Leitung von Martin Rieckmann. Die jungen Musikerinnen und Musiker hatten erst vor kurzem ihre inzwischen traditionelle Probewoche auf Helgoland absolviert. Mit den Stücken „Straight Fit“ von Thiemo Kraas, „Trust in Music“ von Markus Götz und „Sympatria“ von Thomas Asanger zeigten sie eindrucksvoll ihr Können und wurden mit viel Applaus belohnt.
Das Stück „Trust in Music“ stand dabei in besonderer Weise für die Bedeutung der Musik selbst: Gerade in schwierigen Zeiten sind Vertrauen, Hoffnung und Zuversicht wichtig. Während 2021 viele Proben und Konzerte ausfallen mussten, wurde vielen Menschen bewusst, wie sehr ihnen die Musik fehlt. Sie war damals im öffentlichen Leben kaum präsent, blieb jedoch im privaten Bereich eine wichtige Stütze. Musik trägt, verbindet und hilft auch schwierige Zeiten zu überstehen.
Ulrich Winsel überreichte anschließend an einzelne Musikerinnen und Musiker Urkunden für die bestandenen D1-Prüfungen und lobte deren Leistungen ausdrücklich.

Im zweiten Konzertteil übernahm die Stadtkapelle Bad Driburg unter der musikalischen Leitung von Ulrich Winsel die Bühne. Mit dem schwungvollen „March Blue Spring“ des japanischen Komponisten Masafumi Suzuki wurde die passende Stimmung zum sonnigen Frühlingstag musikalisch eingefangen.
Besonders eindrucksvoll war das Stück „Night Birds“. Darin wurde das Leben im Bergbau musikalisch dargestellt. Typische Elemente aus dem Grubenalltag wie Windmaschine, Glocke und Bremsscheibe wurden klanglich aufgegriffen und kreativ in die Musik eingebunden, sodass ein lebendiges Bild der Arbeitswelt unter Tage entstand.

In der Pause konnten sich die Gäste bei Kaffee, selbstgebackenem Kuchen und Getränken stärken.
Mit dem „Aeronautenmarsch“ ging es anschließend hoch in die Lüfte, bevor eine Auswahl aus „Mary Poppins“ für Begeisterung im Publikum sorgte. Viele Besucher klatschten begeistert mit. Auch „My Dream“ und „Grenzenlos“ von Peter Leitner gehörten zum bunten Programm des Nachmittags.
Zum Ende dankte Manuel Troike vom Vorstand der Stadtkapelle allen Musikerinnen und Musikern sowie den Solisten für ihren Einsatz.Weiterhin dankte er Ulrich Winsel und Martin Rieckmann für die musikalische Leitung, dem Moderator Henrik Husemann sowie dem gesamten Organisations-Team. Sein Dank galt außerdem der Stadt Bad Driburg für die Bereitstellung der Aula sowie dem Schulleiter Simon Tewes von der Gesamtschule.

Manuel Troike nahm verschiedene Ehrungen für Vereinsmitglieder vor. Unter großem Applaus erhielt Achim Köring (Posaunist) eine besondere Urkunde. Er ist seit 50 Jahren Mitglied der Stadtkapelle.
Ein schöner Konzertnachmittag ging schließlich zu Ende – allerdings nicht ohne eine Zugabe nach langanhaltendem Applaus und Standing Ovations. Gemeinsam spielten Stadtkapelle und Bläserklasse zusammen und sorgten mit zwei Stücken für einen gelungenen Abschluss.
Der Eintritt zum Konzert war frei. Die Stadtkapelle bat herzlich um Spenden. Diese werden unter anderem für den Erwerb von Notenmaterial und Instrumenten, den Erhalt des Probenraumes sowie die Ausbildung des musikalischen Nachwuchses verwendet. Viele Besucher gaben am Ende gern eine Spende.
Musik verbindet Generationen – und genau das war beim Maikonzert der Stadtkapelle Bad Driburg wieder auf besondere Weise zu spüren.
Titelbild: Stadtkapelle unter der Leitung von Ulrich Winsel
