67 Dienstfahrzeuge im Einsatz

Kosten von rund 283.000 Euro im Jahr 2025


Alexander Bieseke

Bad Driburg. Die Stadt Bad Driburg verfügt aktuell über 67 Dienstfahrzeuge. Das geht aus einer schriftlichen Anfragebeantwortung von Bürgermeister Tobias Tölle hervor. Die AfD-Fraktion im Rat hatte eine Anfrage zum städtischen Fuhrpark gestellt. Die Verwaltung legte Zahlen und Strukturen offen. Die Fraktion begrüßt die Transparenz, sieht jedoch weiteren Prüfbedarf bei Wirtschaftlichkeit und Einsparpotenzialen.

Der Fuhrpark verteilt sich auf die Bereiche Verwaltung, Bauhof, Friedhof, Forst und Feuerwehr.

Klare Mehrheit bei klassischen Antrieben

Von den insgesamt 67 Fahrzeugen – darunter Pkw, Lkw und Baumaschinen – werden 63 mit klassischen Verbrennungsmotoren (Diesel oder Benzin) betrieben. Hinzu kommen zwei Fahrzeuge mit Hybridantrieb sowie zwei reine Elektrofahrzeuge. Der Anteil alternativer Antriebe liegt damit derzeit bei rund sechs Prozent.

Verwaltungsleitung nutzt Hybridfahrzeug

Ein Fahrzeug ist der Verwaltungsleitung zugeordnet: Dabei handelt es sich um einen geleasten Opel Grandland mit Hybridantrieb. Eine feste personelle Zuordnung besteht nach Angaben der Stadt jedoch nicht; das Fahrzeug werde bei Bedarf auch von anderen Verwaltungsmitarbeitern genutzt.

Kosten von rund 283.000 Euro im Jahr 2025

Die Finanzierung der Dienstfahrzeuge erfolgt teils über Kauf, teils über Leasing. Drei Fahrzeuge im Verwaltungsbereich – hybride und vollelektrische Modelle – sind derzeit geleast. Der Großteil der übrigen Fahrzeuge wurde gekauft, häufig als Gebrauchtwagen. Ausgenommen davon sind unter anderem Fahrzeuge der Feuerwehr sowie spezielle Fahrzeuge des Bauhofs.

Für das Jahr 2025 beziffert die Stadt die Gesamtkosten des Fuhrparks auf 283.261,84 Euro. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Treibstoff und Strom: 7.487,58 Euro

Steuern: 2.702,00 Euro (teilweise Steuerbefreiungen)

Versicherungen inklusive Eigenbeteiligungen: 45.852,74 Euro

Leasingkosten: 11.491,38 Euro

Wartungen, Reparaturen und Ersatzteile: 135.579,01 Euro


Keine private Nutzung vorgesehen

Eine private Nutzung der Dienstfahrzeuge ist weder für Mitarbeitende noch für Führungskräfte vorgesehen. Eine Ausnahme besteht lediglich für den Kommandowagen des Leiters der Feuerwehr, dessen „Heimatstandort“ am Wohnsitz des Verantwortlichen liegt. Auch in diesem Fall sei eine private Nutzung jedoch ausdrücklich nicht erlaubt.

Kein festgeschriebenes E-Mobilitätskonzept

Ein schriftlich fixiertes Konzept zur Umstellung des Fuhrparks auf emissionsarme oder emissionsfreie Antriebe existiert derzeit nicht. Laut Bürgermeister Tölle werde bei jeder Neuanschaffung individuell geprüft, ob ein Elektroantrieb infrage komme. Dabei spielten neben der Marktlage und den Finanzierungsmöglichkeiten auch strategische Aspekte eine Rolle – etwa die Einsatzfähigkeit bei längeren Fahrten oder in Krisensituationen wie einem möglichen Blackout.

Insbesondere bei Beschaffungen auf dem Gebrauchtwagenmarkt sei die Verfügbarkeit geeigneter Fahrzeuge ein entscheidender Faktor. Eine verbindliche Zielsetzung oder ein konkreter Zeitrahmen für eine vollständige oder weitgehende Umstellung des Fuhrparks ist aktuell nicht benannt.

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