Tut Gutes – und redet drüber


Doris Dietrich

Bad Driburg. Am 14. Juni ist weltweit Weltblutspendetag. Er wurde 2004 unter anderem von der Weltgesundheitsorganisation und dem Roten Kreuz ins Leben gerufen. Das Motto in diesem Jahr heißt: „20 years of celebrating giving: thank you blood donors“. Die Entscheidung fiel auf den 14. Juni, weil Karl Landsteiner, der als Entdecker der Blutgruppen gilt, an diesem Tag geboren wurde. Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) spenden nur knapp drei Prozent der Bevölkerung regelmäßig Blut. Das ist deutlich zu wenig, um die Versorgung mit Blutpräparaten langfristig ausreichend zu sichern.

Puppe Paul wartet an der Station für die Jüngsten, die von Pia Claes und Elias Peters betreut wird.

In Bad Driburg gibt es eine verlässliche Gemeinschaft von Blutspendern, die vor wenigen Tagen wieder ins Schützenhaus kamen. Das ehrenamtliche Blutspende-Team des DRK-Ortsvereins Bad Driburg e.V. sorgte als eingespieltes Team dafür, dass alles reibungslos ablief. Saskia Tewes und Peter Fabian als Blutspendelotsen begrüßten die Ankommenden am Eingang. „Wir freuen uns, dass so viele Blutspender gekommen sind. Günstig ist es, wenn man vorher einen Termin gebucht hat.“ Ulrike Rustemeier und Indra Dietrich glichen die Personalien an der Anmeldung ab. „Einige sind heute auch ohne Termin hier und sind gern gesehen“, so Indra Dietrich im Gespräch. Unter den Blutspendern waren sogar Reha-Patienten, die Gutes tun möchten. Nach dem ärztlichen Gespräch und der Feststellung der Spendenfähigkeit konnte jeder circa 500 ml Blut spenden. Der DRK-Blutspendedienst West ist immer eine zuverlässige Säule.

Zu den treuen Spendern gehört auch der 25-jährige Marcel, der mit seinem Vater Ralf regelmäßig zum Spenden nach Bad Driburg fährt. Er muss nicht lange überlegen, als nach seiner Motivation gefragt wurde: „Einfach für den guten Zweck. Ich spende seit meinem 18. Lebensjahr und habe heute meine 23. Spende geleistet. Sein Vater ergänzte: „Ich habe inzwischen das 84. Mal Blut gespendet. Die 100. Blutspende möchte ich schon noch vollmachen“, ergänzte dieser schmunzelnd. Für langjährige Spender gab es Ehrungen und wertschätzende Worte.

Alle Blutspender stärkten sich nach der Spende und waren des Lobes voll. Das ehrenamtliche Team um Marion Fabian als Vorsitzende des Blutspende-Teams des DRK-OV Bad Driburg hatte wieder ein ansprechendes Büfett vorbereitet. Steaks mit Brötchen, Salate, belegte Brötchen, Obst und Getränke standen bereit. „Ich bin heute wieder begeistert von dem großen Einsatz der Helfer“, äußerte eine Bad Driburgerin im Gespräch.

Während Mütter und Väter Blut spendeten und sich danach erholten, kümmerten sich Pia Claes und Elias Peters vom Jugendrotkreuz Ortsverein Bad Driburg um die Jüngsten. An ihrer Station wartete mit ihnen schon die Puppe Paul. Es wurde gemalt und spielerisch Verbände angelegt.

Die ehrenamtlichen DRK-Blutspende-Teams in Bad Driburg, Dringenberg, Herste, Neuenheerse und Reelsen freuen sich weiterhin über viele Blutspender, die sie während der Spendenaktionen gern begleiten.

Saskia Tewes begrüßte die Blutspender im Eingang.
Petra Tsigkerliotis bediente am Büfett und sorgte mit ihrem Team in der Küche für einen reibungslosen Ablauf.
Am ansprechenden Büfett konnten sich alle Spender stärken.
Werbung am Eingang zum Schützenhaus

Titelbild: Indra Dietrich (links) und Ulrike Rustemeier vom Blutspendeteam des DRK-Ortsvereins Bad Driburg e.V. arbeiteten an der Anmeldung.


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Der Weltblutspendetag soll auf die Bedeutung von Blutspenden und den Einsatz von Blutspendern aufmerksam machen und wird am 14. Juni begangen. Das gespendete Blut wird untersucht, aufbereitet und für medizinische, wissenschaftliche und pharmazeutische Zwecke verwendet. Es wird konserviert und, sofern es dazu geeignet ist, in verschiedene Blutprodukte aufgetrennt und in einer Blutbank eingelagert. Die entnommene Menge liegt üblicherweise bei einem halben Liter. Der Tag erinnert und motiviert zur regelmäßigen Spende und drückt Wertschätzung für die Menschen aus, die durch ihre Spende Leben retten. Blutprodukte sind nach schweren Unfällen, bei größeren Operationen oder zur Behandlung bestimmter Erkrankungen nach wie vor unverzichtbar.

In Deutschland können Menschen ab 18 Jahren Blut und Plasma spenden. Vollblutspenden sind für Frauen viermal, für Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten möglich. Plasma kann bis zu 60-mal pro Jahr gespendet werden.