Nicole Drude für den WWKulturpreis26 nominiert – symbolische Übergabe im Gräflichen Park
Alexander Bieseke
Bad Driburg. Kulturförderung muss nicht immer mit großen Bühnen und hohen Preisgeldern beginnen. Manchmal geht es zunächst darum, Kunst und die Menschen dahinter sichtbar zu machen. Für die Bad Driburger Künstlerin Nicole Drude gab es jetzt genau dafür einen besonderen Termin im Gräflichen Park.
Drude wurde für den WWKulturpreis26 im Bereich bildende Kunst als Einzelperson für Bad Driburg nominiert. Vorgeschlagen wurde sie von ihrem Fürsprecher Detlef Gehle. Insgesamt wurden in diesem Jahr 54 kulturelle Vorhaben und Engagements aus Städten und Gemeinden der Region für den Wettbewerb nominiert.
Der von Westfalen Weser ausgelobte Kulturpreis will kulturelle Vielfalt in Ostwestfalen-Lippe, dem Weserbergland und dem nördlichen Sauerland sichtbar machen. Die Hauptpreise werden erst im Oktober vergeben und sind mit bis zu 10.000 Euro dotiert. Die Nominierung selbst ist bereits eine Auszeichnung und soll die ausgewählten Projekte und Kulturschaffenden als kulturelle Aushängeschilder der Region hervorheben.
Ein Termin vor Ort statt nur eine Auszeichnung auf dem Papier
Damit die Nominierung nicht allein in einer offiziellen Preisverleihung irgendwo in der Region stattfindet, wurde Nicole Drude nun auch in Bad Driburg gewürdigt. Im Gräflichen Park wurde ihr der Award im Rahmen eines symbolischen Termins überreicht.
Mit dabei waren Bürgermeister Tobias Tölle, Hausherr Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff, Sebastian Wöhler als Vertreter des Kommunalmanagements der Westfalen Weser Netz GmbH sowie Fürsprecher Detlef Gehle.
Der Ort war dabei durchaus passend gewählt: Der Gräfliche Park gehört zu den prägenden kulturellen und touristischen Orten Bad Driburgs und bot bei spätsommerlichem Wetter den Rahmen für Gespräche über Kunst und Kultur.
Was bleibt für die lokale Kulturszene?
Eine solche Nominierung ist mehr als ein Fototermin. Gerade für kleinere Städte ist Sichtbarkeit für Kulturschaffende wichtig. Gleichzeitig zeigt die Auszeichnung, dass kulturelles Engagement nicht nur dort stattfindet, wo große Institutionen oder professionell organisierte Kulturveranstaltungen dahinterstehen.
Für Bad Driburg stellt sich damit auch die Frage, wie die Stadt solche Künstlerinnen und Künstler dauerhaft sichtbar machen und ihnen Räume und Möglichkeiten zur Präsentation bieten kann. Ein Kulturpreis kann Aufmerksamkeit schaffen – die kontinuierliche Unterstützung der lokalen Kulturszene beginnt allerdings vor Ort.
Nicole Drude selbst zeigte sich über den Termin erfreut und bedankte sich insbesondere bei ihrem Fürsprecher Detlef Gehle.