Doris Dietrich
Bad Driburg. Mit leuchtenden Augen standen die jungen Künstlerinnen und Künstler vor ihren Bildern und genossen die Anerkennung der zahlreichen Gäste. Unter dem Motto „Kunst und Kakao“ wurde vor kurzem im „Café Handgemachtes“ die Ausstellung des Zeichenkurses der Schule unter der Iburg eröffnet.
Für die neun- bis elfjährigen Kinder war es ein ganz besonderer Moment: Zum ersten Mal wurden ihre Werke in der Öffentlichkeit präsentiert – und der Stolz darüber war ihnen deutlich anzusehen. „Ich finde es richtig toll, dass wir unsere Bilder hier zeigen dürfen“, sagte eine der jungen Künstlerinnen strahlend.



Die Ausstellung ist das Ergebnis des Projekts „Vom Skizzenbuch zur Leinwand“, das im Schuljahr 2025/26 im Rahmen des NRW-Landesprogramms „Kultur und Schule“ durchgeführt wurde. Tatjana Beitans (Diplom-Designerin) leitete den Zeichenkurs mit viel Herz, Geduld und Kreativität. Mit großem Einsatz und sichtbarer Freude arbeiteten die Kinder über viele Monate an ihren Bildern. Das Ergebnis konnte sich mehr als sehen lassen.
Im Mittelpunkt des Projekts stand das bewusste Wahrnehmen von Formen, Licht, Schatten und Strukturen. Durch Übungen zum richtigen Sehen und verschiedene Schraffurtechniken lernten die Kinder, ihre Beobachtungen zeichnerisch umzusetzen. Mit Bleistift, Markern, Wasserfarben und Acrylfarben entwickelten sie ihre Ideen.



Als Inspiration dienten Werke bedeutender Künstlerinnen und Künstler. Die Kinder beschäftigten sich mit Yayoi Kusama (Japan), Edgar Degas und Paul Cézanne (Frankreich), Vincent van Gogh (Niederlande), Banksy (England), Pablo Picasso und Salvador Dalí (Spanien) sowie Wassily Kandinsky (Russland). Sie setzten die Bildideen der großen Meister auf ihre eigene kreative Weise um und entwickelten daraus ganz persönliche Kunstwerke. So entstanden farbenfrohe Acrylbilder, die nun erstmals öffentlich präsentiert wurden.
Tatjana Beitans eröffnete die Vernissage und dankte den Schülern für ihren großen Einsatz, ihre Ausdauer und ihre Begeisterung. Sie zeigte sich beeindruckt von den Ergebnissen und betonte, wie viel Kreativität, Fantasie und Talent in jedem einzelnen Werk stecke. Die Ausstellung sei für die jungen Künstler eine wunderbare Möglichkeit, ihre Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen und dafür Anerkennung zu erfahren.
Zur Ausstellungseröffnung waren Eltern und Großeltern gekommen. Mit großer Freude betrachteten sie die Bilder und freuten sich über die Leistungen ihrer Kinder und Enkelkinder. Eine Oma brachte die Stimmung treffend auf den Punkt: „Es ist toll, dass die Kinder ihre Bilder hier im Café ausstellen dürfen.“
Auch Schulleiterin Marion Oeynhausen zeigte sich begeistert von dem gelungenen Kunstprojekt an ihrer Schule. Sie dankte Tatjana Beitans herzlich für ihren großen Einsatz und überreichte ihr als Zeichen der Anerkennung ein Blumenpräsent. Gleichzeitig sprach sie den Kindern ein großes Lob für ihre Ausdauer und ihren Fleiß aus.
Als Vertreter der Stadt nahm Uwe Damer, Bildungsdezernent der Stadt, an der Vernissage teil. Er lobte das Projekt als eine gelungene Aktion, die Kindern Selbstvertrauen gebe und ihre Kreativität fördere. Gleichzeitig überbrachte er die Grüße von Bürgermeister Tobias Tölle, der sich gerade im Urlaub befindet. Als kleine Überraschung erhielten alle teilnehmenden Kinder von der Stadt einen Gutschein für eine Waffel im Café.
Ein besonderer Dank galt Gisa Sprenger, Inhaberin des „Café Handgemachtes“. Sie erklärte sich sofort bereit, den jungen Künstlerinnen und Künstlern ihre Räumlichkeiten für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Die farbenfrohen Acrylbilder wurden auf Staffeleien eindrucksvoll im gesamten Café präsentiert, während die Skizzenbücher zum Betrachten auslagen.
Ergänzt wurde die Ausstellung durch Fotografien aus dem Zeichenkurs, die während des gesamten Schuljahres entstanden waren. Auf langen Fotobändern aufgehängt, zeigten sie die Kinder bei ihrer kreativen Arbeit – vom ersten Entwurf im Skizzenbuch bis zum fertigen Bild auf der Leinwand. So verwandelt sich das Café in eine kleine Kunstgalerie. Gäste können die Werke auch weiterhin bei einer Tasse Kaffee, Kuchen, Eis oder einer frischen Waffel bewundern und den Kindern mit ihrer Aufmerksamkeit und Wertschätzung eine besondere Freude bereiten.
Auch während der Vernissage war für das leibliche Wohl gesorgt. Bei kühlen Getränken kamen die Gäste miteinander ins Gespräch, tauschten sich über die Kunstwerke aus und genossen die entspannte Atmosphäre.
Das Projekt „Vom Skizzenbuch zur Leinwand“ wird durch das NRW-Landesprogramm „Kultur und Schule“ gefördert und zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll kulturelle Bildung für Kinder ist. Die jungen Künstlerinnen und Künstler konnten nicht nur verschiedene Mal- und Zeichentechniken erlernen, sondern auch erleben, wie schön es ist, wenn die eigene Arbeit öffentlich gezeigt und wertgeschätzt wird.
Die Vernissage machte deutlich: Kreativität braucht Raum, Förderung und Menschen, die an junge Talente glauben. Genau das ist mit diesem Projekt gelungen. Für die Kinder wird dieser Nachmittag sicherlich lange in Erinnerung bleiben – denn an diesem Tag waren sie die Stars ihrer eigenen Ausstellung.
Die strahlenden Gesichter der Kinder zeigten an diesem Nachmittag mehr als alle Worte: Kreativität braucht nur ein wenig Förderung und Wertschätzung, um Großes entstehen zu lassen. Für die jungen Künstlerinnen und Künstler war die Vernissage ein unvergessliches Erlebnis – und der Beweis dafür, dass auch kleine Künstler ganz groß sein können.





Bad Driburg im Blick dankt Tatjana Beitans für die hilfreichen Informationen zu diesem Bericht. Auch den Eltern, Großeltern und Kindern gilt mein Dank für die Aufgeschlossenheit.
Titelbild: Die jungen Künstler mit Kursleiterin vor dem Café Handgemachtes, dem Ausstellungsort der Vernissage. (v. l.) Luise, Karla, Amelie, Finley, Tatjana Beitans, Olivia und Lea.
das ist eine ganz tolle Sache, vielen Dank an alle und weiter so