Trotz offener Fragen: Freibadsaison in Bad Driburg gestartet

Millionenprojekt Sanierung weiter ungewiss

Alexander Bieseke

Bad Driburg. Während die Freibäder in Bad Driburg und Neuenheerse seit Anfang Juni wieder ihre Tore für die Besucher geöffnet haben, bleiben viele Fragen zur Zukunft des Freizeitbades an der Brunnenstraße weiterhin unbeantwortet.

Die Stadtverwaltung hatte zum Saisonstart mitgeteilt, dass die notwendigen Reparaturarbeiten abgeschlossen wurden und der Badebetrieb ohne Einschränkungen aufgenommen werden konnte. Gleichzeitig laufen die Planungen für eine umfassende Sanierung der Anlage weiter.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt Bad Driburg versucht, Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zu erhalten. Die eingereichte Interessenbekundung wurde zwar als förderfähig bewertet, fand jedoch keine Berücksichtigung. Nun setzt die Stadt auf einen neuen Förderaufruf des Bundes, für den im Haushalt 2026 insgesamt 250 Millionen Euro speziell für kommunale Schwimmbäder vorgesehen sind.

Auf Nachfrage erklärte die Stadtverwaltung, dass weiterhin alle Maßnahmen der ursprünglich geplanten Gesamtsanierung verfolgt werden sollen. Dazu zählen insbesondere die Ziele Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Konkrete Angaben zu den voraussichtlichen Gesamtkosten oder zu den einzelnen Sanierungsmaßnahmen machte die Verwaltung bislang jedoch nicht.

Ebenfalls offen bleibt, ob die ursprünglich vorgesehenen Maßnahmen zur Barrierefreiheit – darunter ein Poollifter und ein barrierefreies Dusch-WC – weiterhin Bestandteil der Planungen sind. Auch zu möglichen alternativen Förderprogrammen, zur Einbindung von Menschen mit Behinderungen in die Planungen oder zu zusätzlichen Eigenmitteln der Stadt liegen bislang keine näheren Informationen vor.

Bekannt ist lediglich, dass wesentliche technische Anlagen des Freibades mittlerweile ein hohes Alter erreicht haben. Nach Angaben der Verwaltung stammen die derzeit eingesetzten Pumpen aus den Jahren 1987 und 1988. Die vorhandene Luftwärmepumpe wurde 2010 installiert und sei zunehmend reparaturanfällig. Eine Verbesserung der Energieeffizienz gilt daher als zentraler Bestandteil der geplanten Modernisierung.

Lange her…

Unklar bleibt weiterhin, wie die Stadt den baulichen Gesamtzustand des Freizeitbades bewertet und welche Folgen ein weiterer Aufschub der umfassenden Sanierung für Betriebssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Attraktivität der Anlage haben könnte.

Die Verwaltung verweist darauf, dass die Teilnahme am Förderaufruf 2026 vorgesehen sei. Ob und wann eine umfassende Sanierung tatsächlich umgesetzt werden kann, hängt damit maßgeblich von einer Förderzusage sowie den Entscheidungen der politischen Gremien ab.

Für die Besucherinnen und Besucher steht zunächst jedoch die laufende Freibadsaison im Vordergrund. Das Freizeitbad Bad Driburg bietet neben dem 50-Meter-Sportbecken zahlreiche Attraktionen wie Rutsche, Strömungskanal und Abenteuerbecken. Auch das Eggefreibad in Neuenheerse ist seit Anfang Juni wieder geöffnet und lädt zum sommerlichen Badevergnügen ein.

Gleichzeitig zeigt die Diskussion um die Zukunft des Freizeitbades, dass hinter dem aktuellen Badebetrieb ein erheblicher Investitionsbedarf steht, dessen Finanzierung und Umfang weiterhin geklärt werden müssen.

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