Shakespeare im Glasmuseum Bad Driburg

Lesung von Dr. Peter Kleine begeistert Publikum

Alexander Bieseke

Bad Driburg. Am 22. April 2026 wurde das Glasmuseum Bad Driburg zum Schauplatz einer gut besuchten literarischen Veranstaltung, so Friedhelm Macke in seiner Pressemitteilung.

Der Bad Driburger Autor Dr. Peter Kleine präsentierte dort seinen Roman „Mörderische Eifersucht“ vor zahlreichem Publikum. Die Veranstaltung war im Vorfeld durch Plakate, Presseberichte und Beiträge in den sozialen Medien unter anderem auch bei BDiB angekündigt worden und stieß auf große Resonanz. Der Förderkreis Glasmuseum Bad Driburg e.V. hatte die Eingangshalle stimmungsvoll vorbereitet und eine passende Bildpräsentation arrangiert.

Zu Beginn des Abends gab Dr. Kleine einen Einblick in Leben und Werk von William Shakespeare. Er verwies dabei auf die überlieferten Daten zu dessen Taufe am 26. April 1564 in Stratford-upon-Avon sowie zu seinem Tod am 23. April 1616. Damit setzte er den inhaltlichen Rahmen für seine eigene literarische Interpretation klassischer Stoffe.

Josef Reckers (korr.) und Dr. Peter Kleine
Foto: Hubert Meiners

Im Anschluss stellte der Autor seinen Roman „Mörderische Eifersucht“ vor, eine moderne Adaption von „Othello“. Die Handlung wurde von Venedig und Zypern in die Region Ostwestfalen sowie nach Höxter und Prizren im Kosovo verlegt. Die gelesenen Passagen verdeutlichten, wie Eifersucht, Neid, Rassismus und Intrigen menschliche Beziehungen zerstören können – ganz im Sinne der tragischen Dramaturgie Shakespeares.

Die Lesung wurde durch zahlreiche Bezüge zum Originaltext sowie durch persönliche Reiseerfahrungen des Autors besonders lebendig gestaltet. Dadurch entstand ein abwechslungsreicher und zugleich tiefgründiger literarischer Abend, der klassische Motive in einen modernen Kontext übertrug.

Zum Abschluss stellte Dr. Kleine sein neues Werk „SOMMERNACHTFANTASIEN“ vor, eine zeitgenössische Interpretation von „Ein Sommernachtstraum“. Auch dieses Projekt knüpft an seine intensive Auseinandersetzung mit dem Werk Shakespeares an.

Das Publikum reagierte mit langanhaltendem Applaus. Viele Gäste nutzten im Anschluss die Gelegenheit zum Buchkauf und zur Signierung. Josef Reckers dankte im Namen des Förderkreises und der Zuhörer und hob hervor, dass es gelungen sei, Shakespeare in zeitgemäßer Form neu erfahrbar zu machen. Zudem unterstrich er die Bedeutung des Glasmuseums als lebendige kulturelle Begegnungsstätte über seine museale Funktion hinaus.

Titelbild: Dr. Peter Kleine Foto: Hubert Meiners

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