Alexander Bieseke
Bad Driburg-Reelsen – Die Anwohner der Fläche „575“ in Reelsen wenden sich mit einem offenen Brief an den Bezirksausschuss. Sie sprechen sich deutlich gegen eine Zusammenlegung des Grundstücks mit dem angrenzenden Baugrundstück aus, hieß es in dem Schreiben, das unsere Redaktion heute erhalten hat.
Alexander Peter, Bürgermeisterkandidat 2025, der den Brief im Namen der „Freunde von 575“ verfasst hat, appelliert an die gewählten Vertreter des Ortsteils, die Fläche als lebendigen Treffpunkt für die Bürger zu erhalten. Die Kontroverse um das Grundstück sei bereits aus dem Jahr 2025 bekannt. Ein Kaufinteressent wünsche die Zusammenlegung, (BDiB berichtete) wodurch ein Eckgrundstück entstünde, dessen Wertsteigerung ausschließlich privatem Nutzen diene.
In dem Brief wird argumentiert, dass durch die Zusammenlegung eine öffentliche Investition von 10.000 Euro sowie der ideelle Wert für die Gemeinschaft ersatzlos vernichtet würde. Die Fläche sei etabliert, werde gut angenommen und von den Bürgern gepflegt. Besonders Kinder und Jugendliche nutzten den Platz – unter anderem dank eines privat zur Verfügung gestellten Tischkickers. Titelbild
Die Anwohner verwiesen zudem auf den Verlust ehrenamtlichen Engagements: Der Aufbau des Pavillons, die Pflege der Anlage und die Betreuung der Kinder und Jugendlichen seien aus intrinsischer Motivation entstanden. Eine Veräußerung würde diese Motivation zerstören. In Zeiten knapper Kassen und schwindender Räume für sozialen Zusammenhalt sei eine solche Entscheidung schwer vermittelbar.
Zu den zentralen Argumenten der Anwohner zählen:
■ Die Mehrheit der direkten Anwohner habe sich per Unterschrift und Aktionen für den Erhalt ausgesprochen.
■ Der Verlust eines wichtigen Aufenthaltsortes für Kinder und Jugendliche.
■ Der drohende Rückgang ehrenamtlicher Tätigkeit.
■ Finanzielle Nachteile für die Stadt, einschließlich möglicher Auswirkungen auf die Straßenbaukostenverteilung am Fischreiherweg.
Die Unterzeichner stellen zudem mehrere Fragen an den Bezirksausschuss: Ob die vorgebrachten Argumente widerlegbar seien, wo die Argumente für eine Zusammenlegung liegen, ob das angrenzende Baugrundstück nicht auch einzeln verkäuflich sei und wie wertvoll das Vertrauen der Bürger in die Politik den Verantwortlichen sei.
Die Anwohner wünschten sich einen offenen Austausch von Argumenten und forderten den Bezirksausschuss auf, die Fragen sowie die vorgebrachten Punkte transparent in der öffentlichen Sitzung am 5. Mai 2026 zu behandeln.
Der offene Brief endet mit dem Appell, ein Zeichen für das Ehrenamt, die Jugend und den respektvollen Umgang mit Steuergeldern zu setzen.
Der offene Brief

