Alexander Bieseke
Paderborn/Bad Driburg. In einer ersten persönlichen Reaktion erklärte Erzbischof Bentz:
“Was heute bei der erstmaligen Vorstellung der Studie bereits deutlich geworden ist, zeigt erneut, wie viel Leid Menschen im Raum der Kirche erfahren haben – und wie lange dieses Leid tabuisiert und nicht ernst genug genommen worden ist. Das schuldhafte Versagen früherer Bistumsverantwortlicher lässt sich nicht relativieren. Als heutige Bistumsverantwortliche verpflichtet uns diese historische Wirklichkeit, an einer neuen Kultur der Glaubwürdigkeit auf allen Ebenen zu arbeiten.”
Er betonte, dass die Untersuchung ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg der Aufarbeitung sei, jedoch keinen Abschluss markiere, sondern eine Vertiefung des bisherigen Prozesses. Die Ergebnisse forderten die Verantwortlichen heraus, bisherige Schritte in Intervention, Aufarbeitung und Prävention kritisch zu prüfen und nötige Veränderungen konsequent umzusetzen.
“Vor allem aber schulden wir es den Betroffenen, uns den Ergebnissen ohne Ausflüchte zu stellen und daraus konkrete Konsequenzen für Gegenwart und Zukunft zu ziehen.”
Erzbischof Udo Markus Bentz und die Generalvikare nahmen an der öffentlichen Vorstellung der Studie teil. Seit heute Nachmittag hat sich die Bistumsleitung intensiv mit den vollständig vorliegenden Ergebnissen befasst, so das Erzbistum.
Eine erste inhaltliche Stellungnahme erfolgt am morgigen 13. März um 11:30 Uhr in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Betroffenenvertretung.
Titelbild: Erzbischof Dr. Udo Bentz / Studie zur Sexuellen Gewalt an Minderjährigen im Erzbistum Paderborn