Christi Himmelfahrt zwischen Iburg und Kirche

Doris Dietrich

Bad Driburg. Der ökumenische Gottesdienst an Christi Himmelfahrt wurde in der Kirche „Zum verklärten Christus“ gefeiert. Eigentlich sollte die Feier unter freiem Himmel an den Iburg-Ruinen stattfinden. Doch Regen und niedrige Temperaturen machten dies unmöglich, sodass der Gottesdienst kurzerhand in die Kirche verlegt wurde. Die Glocken der Südstadtkirche waren weithin zu hören und begrüßten die Besucherinnen und Besucher. Auch Familien mit Kindern kamen und freuten sich auf einen feierlichen und gemeinschaftlichen Vormittag. Ein Begleitblatt lag für jeden bereit.

Ruine der Petrus-Kirche und Kreuz auf der Iburg
Kirche „Zum verklärten Christus“
Es gestalteten den ökumenischen Gottesdienst: (v.l.n.r.) Frederike Wieneke, Ani Margaryan und Anne Frank.

Organisiert und gestaltet wurde der Gottesdienst von Frederike Wieneke, Gemeindepädagogin der evangelischen Kirchengemeinde Bad Driburg, Anne Frank, Gemeindereferentin im Pastoralteam des Pastoralverbundes Bad Driburg, sowie Ani Margaryan, Gemeindeassistentin im Pastoralteam. Ein Dank gilt Rudolf Moor, Küster der evangelischen Kirchengemeinde für seine Unterstützung. Die musikalische Begleitung übernahm die Stadtkapelle unter der Leitung von Dirigent Ulrich Winsel.

Zu Beginn begrüßte Frederike Wieneke die Gemeinde mit den Worten, wie gern man eigentlich draußen unter freiem Himmel gefeiert und die Gesichter gen Himmel gerichtet hätte. Nun sei man hier geschützt und sicher in der Kirche und das Gemeinschaftserlebnis bleibe bestehen. Sie erinnerte dabei auch an die vergangenen Jahre – etwa an den Gottesdienst 2025 im Bibelgarten an der evangelischen Kirche bei strahlendem Sonnenschein. „Drei Dinge sind jedoch sicher“, sagte sie mit einem Schmunzeln. „Erstens lasse sich das Wetter nicht beeinflussen, zweitens werde der Gottesdienst ökumenisch gefeiert und drittens sei die Stadtkapelle immer verlässlich dabei.“

Unter dem Thema „Bilder vom Himmel, gemalt in die Zeit“ stand der diesjährige Gottesdienst. Gerade der Frühling zeige auf einzigartige Weise die Vielfalt der Natur: Nach all dem Regen explodiere das Grün förmlich überall. Gemeinsam sang die Gemeinde das Lied „Der Himmel geht über allen auf“. Es folgte die Lesung des Psalms 19 (Buch der Psalmen im Alten Testament der Bibel). Hier wird die Natur als Zeichen von Gottes Schöpfungskraft beschrieben, während zugleich Gottes Wort als Quelle von Orientierung und Lebensweisheit im Mittelpunkt steht.

Besonders anschaulich wurde eine Zeitreise in drei Teilen gestaltet. Dazu wurden Kinder nach vorne gebeten, die einen Bilderrahmen hielten und hindurchschauten. Der Rahmen erinnerte daran, dass Menschen gesegnet sind und den Himmel auf unterschiedliche Weise wahrnehmen. Zwischen den einzelnen Texten sang die Gemeinde jeweils Strophen aus dem Lied „Gott liebt diese Welt“.

Ani Margaryan sprach darüber, dass der Himmel im Licht der Sonne sichtbar werde – auch dann, wenn der Himmel grau erscheine. Nicht jeder Tag könne hell sein. Frederike Wieneke sprach anschaulich über die „Himmelstorte“ mit Sahne, Baiser und Früchten. „Zu meiner Hochzeit hat eine Freundin eine solche Torte gebacken; das Rezept ist vermutlich bereits 170 Jahre alt.“

Die Fürbitten sprach Anni Köhler. Gebetet wurde unter anderem für die ökumenische Gemeinschaft, für Mütter und Väter und ein liebevolles Zuhause, für Musikerinnen und Musiker und ihre Musik sowie für die Verstorbenen. Die Besucher wurden eingeladen, die Hände ihrer Nachbarn zu halten – als Zeichen der Gemeinschaft und Verbundenheit. Anschließend betete die Gemeinde gemeinsam das Vaterunser.

Nach der Segnung dankte die Gemeinde der Stadtkapelle mit Applaus. Eine Besucherin brachte die Stimmung auf den Punkt: „Wir haben uns auf die Feier wieder hoch oben auf der Iburg unter freiem Himmel gefreut. Auch hier war es ein schöner Gottesdienst mit Musik und Gemeinschaft.“ Ein Besucher äußerte: „Wir hoffen, dass nächstes Jahr zu Christi Himmelfahrt der Gottesdienst wieder unter freiem Himmel stattfinden kann.“

Anschließend waren alle zu Kaffee, Tee, Gebäck und Gesprächen eingeladen. Viele Besucherinnen und Besucher nahmen die Einladung gern an und freuten sich über das gemeinsame Beisammensein an diesem Feiertag.

Titelbild: Für kurze Momente strahlte der Himmel am Nachmittag an Christi Himmelfahrt 2026.

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