GRÜNE on Tour bei der Igel- und Wildvogelhilfe in Willebadessen
Alexander Bieseke
Bad Driburg/Willebadessen. Die GRÜNEN Bad Driburg haben im Rahmen ihrer Reihe „GRÜNE on Tour“ die Igel- und Wildvogelhilfe in Willebadessen besucht. Ziel des Besuchs war es, sich vor Ort ein Bild von der ehrenamtlichen Arbeit der privaten Initiative von Kirsten und Raphael Strauch zu machen, so Martina Denkner von den GRÜNEN in ihrer Pressemitteilung.
Die Einrichtung kümmert sich um verletzte und hilfsbedürftige Wildtiere, insbesondere Igel sowie verschiedene Vogelarten. Auf dem weitläufigen Gelände werden unter anderem Schwäne, Enten und Wildgänse versorgt. Einige Tiere verbleiben nach ihrer Genesung dauerhaft in der Obhut der Initiative, wenn eine Auswilderung nicht mehr möglich ist, wie etwa im Fall einer blinden Gans.
Während des Besuchs befanden sich die Igel aufgrund der Jahreszeit im Winterschlaf. Die Betreiber berichteten jedoch von zahlreichen Verletzungen, die insbesondere durch den Einsatz von Mährobotern und motorisierten Gartengeräten wie Freischneidern entstehen. Häufig würden die Tiere schwer verletzt aufgefunden – viele verendeten jedoch, da sie nicht rechtzeitig entdeckt werden.
Igel sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere und zeigen bei Gefahr ein starres Abwehrverhalten, indem sie sich einrollen. Dieses natürliche Schutzverhalten bietet jedoch keinen Schutz vor technischen Geräten, die in Gärten eingesetzt werden.
Vor diesem Hintergrund sprechen die GRÜNEN Bad Driburg einen Appell an die Bevölkerung aus: Mähroboter sollten möglichst ausschließlich tagsüber betrieben werden, um das Risiko für nachtaktive Tiere wie Igel zu reduzieren.

Foto: GRÜNE
Der Besuch verdeutlichte die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements im Bereich des Wildtierschutzes und die Notwendigkeit, durch angepasstes Verhalten im Alltag zur Vermeidung von Tierleid beizutragen.
Titelbild: BDiB