Doris Dietrich
Bad Driburg. In der Broschüre zum Veranstaltungsprogramm 2026 des Heimatvereins Bad Driburg e.V. ist eine interessante Übersicht über die Bad Driburger Stadtgeschichte aus den Jahren 1976 und 1926 enthalten. Mit Einverständnis von Dr. Udo Stroop wurden hier für Bad Driburg im Blick die Ereignisse vom März vor 50 bzw. 100 Jahren ausgewählt. Sie lassen den Leser auf eine besondere Weise in die Vergangenheit reisen und sind es wert, daran zu erinnern.
Bad Driburg vor 50 Jahren
05.03.1976: Zwei Ausschüsse des Deutschen Bäderverbandes tagen in Bad Driburg.
06.03.1976: Der Tennisclub „Blau-Weiß Bad Driburg“ beschließt den Bau eines Clubhauses und eines weiteren Aschenplatzes.
09.03.1976: In der Reihe „Rheinland und Westfalen“ des WDR Schulfunks wird
die Sendung „Trinkwasser für Bad Driburg“ ausgestrahlt.
10.03.1976: Das staatliche Forstamt Bad Driburg weist angesichts der bevorstehenden waldbrandgefährdeten Zeit auf die Gefahren mit Feuer hin. So
sei in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober das Rauchen im Wald, auf einer Moor- oder Heidefläche verboten. Es drohten Geldbußen bis zu 50.000 Mark.
11.03.1976: Der Kur- und Verkehrsverein feiert sein 25jähriges Bestehen.
15.03.1976: Mit 3:1 besiegt der TuS Bad Driburg den TuS Helpup und belegt damit in der Bezirksklasse, Staffel 3 den Platz 4. Helpup steht auf Platz 12.
15.03.1976: Harte Kritik üben auf einer Versammlung der Gewerkschaft
Chemie-Papier-Keramik ehemalige Belegschaftsmitglieder der in Konkurs geratenen Vereinigten Driburger Glashüttenwerke an der Stadt Bad Driburg.
Sie hätte den Arbeitnehmern während der Arbeitslosigkeit keine Unterstützung gewährt.
15.03.1976: Die Fleischerinnung des Raumes Höxter tagt im Kurhaus.
16.03.1976: Die Driburger Wasserballer sind auf Erfolgskurs. Sie besiegen die Mannschaft aus Espelkamp mit 6:2.
17.03.1976: Neuer Vorsitzender des TuS wird Heinrich Czerwinski. Er tritt die Nachfolge von Albert Braun an, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidierte.
18.03.1976: Nach dem Bau der Reithalle im Vorjahr verzeichnet der Reiterverein einen großen Zulauf neuer Mitglieder. Das wird auf der Generalversammlung des Vereins bekannt gegeben.
18.03.1976: Ein Leichtverletzter und ein Sachschaden von fast 13.000 Mark ist das Fazit eines Unfalls auf der K 3307. In einer Rechtskurve kommt ein Pkw von der Fahrbahn ab und stößt mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen.
25.03.1976: Im Rahmen der Fortbildungskurse für Ärzte findet ein Seminar „Autogenes Training und Hypnose statt“.
25.03.1976: Aus einem Bürogebäude stehlen Unbekannte einen Barbetrag.
Durch den gewaltsamen Einbruch entsteht ein Sachschaden von etwa 1.000 Mark.
25.03.1976: Heinz Schild erringt den Meistertitel der Reisevereinigung Bad
Driburg/Brakel. Seine Tauben haben 45 Meistertitel bei 15.635 Preiskilometern zu verzeichnen.
26.03.1976: Ein Totalschaden entsteht auf der Kreisstraße 3307. Ein Pkw will
nach links zu einer Tankstelle einbiegen und stößt mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen. Die drei Fahrzeuginsassen werden verletzt. Der Schaden ist mit 7.000 Mark angegeben.
27.03.1976: Mit schweren Verletzungen muss ein Mopedfahrer ins
Krankenhaus gebracht werden. Er war aus einer Werksausfahrt nach rechts in
eine Straße eingebogen und dort mit einem Lkw zusammengestoßen.
Bad Driburg vor 100 Jahren
01.03.1926: Das Militär-Genesungsheim wird wiedereröffnet, nachdem es in
den Wintermonaten völlig umgebaut worden ist. Mit dem Neubau der Chefarzt-
Wohnung ist begonnen worden.

Die Anlage wurde vom Reichs-Arbeitsministerium übernommen, stark umgebaut und 1926 wieder eröffnet.
Archiv: Gehle
04.-17.03.1926: Beim Volksbegehren „Enteignung der Fürstenvermögen“ tragen
sich ein: Bad Driburg 292, Alhausen 65, Erpentrup 12, Herste 32, Langeland 35, Pömbsen, 56, Reelsen 21, insgesamt 511.
15.03.1926: Die Geschwister Heinekamp übernehmen das Lebensmittelgeschäft
Julius Krane, Lange Straße 51.
16.03.1926: Die Glashütte Becker, die wegen Erneuerungsarbeiten und der schlechten Wirtschaftslage fast drei Monate geruht hat, nimmt die Arbeit wieder auf. Dadurch werden 70 Erwerbslose wieder beschäftigt.
24.03.1926: Bei der Abschlussprüfung an der Höheren Knaben- und Mädchenschule unter Vorsitz von OStD Dr. Heibges, Paderborn, erhalten 7 Obertertianer (4 Jungen, 3 Mädchen), sämtlich aus Bad Driburg, die UII-Reife.
28.03.1926: 15 Kinder (7 aus Bad Driburg, 3 aus Altenbeken, 3 aus Siebenstern, je 1 aus Neuenbeken und vom Forsthaus Gradberg) werden konfirmiert.
29.03.1926: Das Metallwerk Bad Driburg (Franz Schmitz) geht in Konkurs.
März 1926: Der Verschönerungsverein lässt den Helmtrudisborn durch
Bauunternehmer Spaeth neu fassen und mit einer Platte fest verschließen.
Quellen:
Lokalzeitungen – 1926 war das die „Driburger Zeitung“ und 1976 die „Westfalen-Zeitung“. Die Ereignisse von 1926 wurden wörtlich entnommen aus: „Bad Driburger Mosaik (3) – Aus den Jahrgängen 1926 – 1936 der Driburger Zeitung“, zusammengetragen von Waldemar Becker im Jahre 1980.
Die Ereignisse des Jahres 1976 sind auf Grund ihrer Fülle verkürzt wiedergegeben. Die einzelnen Texte sind in heutige Rechtschreibung übertragen worden. Die angegebenen Daten zu Beginn einer Nachricht sind die Erscheinungstage in der Zeitung.
Titelbild: Postkartenmotiv in den 70ern. Bild: Alexander Bieseke (retuschiert und coloriert)
Quelle:
https://www.eggegebirgsverein.de/abteilung/bad-driburg/
Hallo, eine Frage, gibt es den Helmtrudisdorn noch? Wo ist der? Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich sehr freuen
Vg Christian
März 1926: Der Verschönerungsverein lässt den Helmtrudisborn durch
Bauunternehmer Spaeth neu fassen und mit einer Platte fest verschließen.
Direkt (ca. 30 m) unterhalb der Sachsenklause unmittelbar an dem steilen Wanderweg zur Iburg hinauf gelegen.