Bad Driburg startet neue Einzel-vermarktung für ehemaliges Walther-Glas-Gelände in Siebenstern

Neuer Anlauf für jahrelange Brachfläche: Sechs Bauplätze statt Stillstand in Siebenstern

Alexander Bieseke

Bad Driburg. Die Stadt Bad Driburg unternimmt einen weiteren Anlauf, das ehemalige Walther-Glas-Gelände im Ortsteil Siebenstern zu entwickeln. Wie aus einer öffentlichen Beratungsvorlage für den Haupt- und Finanzausschuss am 23. Februar 2026 sowie für den Rat am 2. März 2026 hervorgeht, soll nun eine Einzelvermarktung von bis zu sechs Baugrundstücken erfolgen.

Walther-Glas-Gelände in Dringenberg-Siebenstern
Quelle: Stadt Bad Driburg

Das rund 6.134 Quadratmeter große Areal liegt in der Gemarkung Dringenberg, Flur 3, auf den Flurstücken 99 und 111. Es befindet sich im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Dringenberg Nr. 3 „Siebenstern“, 1. Änderung. Die Stadt hatte das Grundstück im Jahr 2016 für rund 45.300 Euro erworben. Ursprünglich war vorgesehen, dort eine Unterkunft für bis zu 80 Flüchtlinge zu errichten. Mit der späteren Inbetriebnahme der Zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen im ehemaligen Clemensheim in der Kernstadt und dem Rückgang der Flüchtlingszahlen wurde diese Planung jedoch hinfällig.

In der Folge ließ die Stadt die aufstehenden Gebäude im Jahr 2020 abreißen. Dafür entstanden Kosten in Höhe von rund 345.000 Euro. Seitdem liegt die Fläche brach.

Je nach Zuschnitt könnten auf dem Gelände bis zu neun Baugrundstücke entstehen. Die am Rand gelegenen Parzellen grenzen jeweils an bestehende Straßen, sodass hierfür keine Anliegerbeiträge für den Straßenbau anfallen würden. Gegebenenfalls wären lediglich Kosten für eine innere Erschließung umzulegen. Aufgrund der schwierigen topografischen Verhältnisse sowie der notwendigen Vorarbeiten hatte die Stadt zunächst eine Vermarktung an einen Generalunternehmer im Bieterverfahren angestrebt. Die entsprechenden Verfahren in den Jahren 2021 und 2022 blieben jedoch ohne Ergebnis. Auch der 2023 beschlossene Verkauf an einen Investor zu einem Preis von 74.000 Euro kam letztlich wegen nicht erfüllbarer Forderungen des Kaufinteressenten nicht zustande.

Im Mai 2025 beschloss der Bezirksausschuss Dringenberg, den Verkaufsprozess erneut aufzunehmen. Eine hausinterne Abstimmung aller beteiligten Fachabteilungen ergab nun, dass entlang des Glashüttenweges, des Rothehäuser Weges und der Elbinghausener Straße bis zu sechs Baugrundstücke realisierbar sind. Vorgesehen ist zudem eine Böschungssicherung sowie eine Bepflanzung der im städtischen Eigentum verbleibenden Flächen.

Abweichend von den bisherigen Bieterverfahren setzt die Stadt nun auf eine Einzelvermarktung der möglichen sechs Bauplätze. Ziel ist es, die Fläche schrittweise einer wohnbaulichen Nutzung zuzuführen und das seit Jahren ungenutzte Areal im Ortsteil Siebenstern nachhaltig zu beleben.

Titelbild: Die Brachfläche von oben.  Quelle: Stadt Bad Driburg

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