Erinnerungen werden wach

Golfstübchen in Herbram-Wald soll neues Leben erhalten

Alexander Bieseke

Bad Driburg/Lichtenau-Hebram. Das ehemalige Golfstübchen in Herbram-Wald könnte schon bald aus seinem Dornröschenschlaf erwachen. Wie der Ortsvorsteher Sebastian Flore und der Architekt Volker Huckemann den beiden  Content Creatoren Janina Pusch und Malik Chutkaeowichai auf ihrem Instagram-Kanal Inside33165 verraten.

Dembach plant ein Investor auf dem rund 3.500 Quadratmeter großen Gelände eine nachhaltige Tiny-House-Siedlung mit bis zu zehn Ferienhäusern. Gleichzeitig soll das ehemalige Ausflugslokal umfassend saniert und mit einer modernen Gastronomie samt Biergarten wiederbelebt werden.

Geplant sind klimafreundliche Tiny-Häuser aus Holz mit Photovoltaikanlagen, Mini-Wärmepumpen und Anschluss an die Nahwärmeversorgung. Auch die Gastronomie soll zu einem Anziehungspunkt für Wanderer, Radfahrer, Urlauber und Einheimische werden. Die politische Unterstützung liegt vor, sodass bereits im kommenden Jahr die ersten Tiny-Häuser entstehen könnten.

Klostermann-Stübchen und Klistermann-Schnitzel

Mit den Plänen dürften bei vielen Menschen Erinnerungen wach werden – so auch bei mir. Das Golfstübchen war in meiner Kindheit und Jugend znd im frühen Erwachsenenalter ein ganz besonderer Ort. Mit der Familie und auch mit größeren Gruppen führte der Weg immer wieder nach Herbram-Wald. Dort verbrachten wir viele unbeschwerte Stunden.

Unvergessen sind der kleine Mini-Scooter-Parcours, auf dem man nach dem Einwurf einer Münze einige Minuten seine Runden drehen konnte, das romantische Kettenkarussell, das für 50 Pfennig Kinderherzen höherschlagen ließ, und natürlich die beliebte Minigolfanlage. Nach dem Spielen gehörte ein gemeinsames Essen einfach dazu. Viele verbinden das Golfstübchen bis heute mit einem leckeren Schnitzel, geselligen Stunden im Biergarten und der herzlichen Gastfreundschaft des damaligen Wirts-Ehepaars Ostermann.

Lange Zeit schien das Gelände in Vergessenheit geraten zu sein. Umso schöner ist die Aussicht, dass dieser traditionsreiche Ort nun eine neue Zukunft erhalten könnte. Sollte das Projekt wie geplant umgesetzt werden, wäre dies nicht nur eine Investition in den Tourismus, sondern auch die Wiederbelebung eines Ortes, mit dem viele Menschen aus der Region ganz persönliche Erinnerungen verbinden.

Titelbild: Der Dornröschenschlaf dürfte zu Ende gehen (KI-erstellt)

Schreibe einen Kommentar