Doris Dietrich
Höxter/Bad Driburg. Unter dem Motto „Wir sind da“ lockte der Tag der Bundeswehr am Samstag, dem 6. Juni, mehr als 27.000 Besucherinnen und Besucher nach Höxter. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, die Bundeswehr hautnah zu erleben. Auch Gäste aus Bad Driburg sowie den umliegenden Städten und Gemeinden nutzten die Gelegenheit, die Veranstaltung zu besuchen. Darüber hinaus war das Interesse von Reservisten besonders groß, die den Tag der Bundeswehr zum Austausch und zur Information nutzten. Bei bestem Wetter wurde das Großereignis zu einem vollen Erfolg. Erst nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung setzte am Abend der angekündigte Regen ein.
Gemeinsam mit dem ABC-Abwehrregiment 7 präsentierte die Bundeswehr ihre vielfältigen Aufgaben und Fähigkeiten. Die Besucher konnten die Streitkräfte zu Wasser, zu Lande und in der Luft erleben. Eindrucksvolle ., moderne Technik, zahlreiche Mitmachangebote und persönliche Gespräche vermittelten spannende Einblicke in die Arbeit der Soldatinnen und Soldaten.
Video: BDiB ©
Ein besonderer Höhepunkt waren die Vorführungen des Freifallsprungdienstes der Bundeswehr. Jeweils fünf Fallschirmspringer sorgten mit ihren präzisen Landungen für begeisterten Applaus. Ebenso beeindruckten die Überflüge von Eurofighter und Tornado, die am Himmel über Höxter für staunende Blicke sorgten und eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit der Luftwaffe demonstrierten.
Für Große und Kleine gab es zahlreiche Mitmachangebote. So konnten die jungen Gäste Panzer und Hubschrauber aus nächster Nähe erkunden, in die Fahrzeuge einsteigen und Technik hautnah erleben. Die vielen Informationsstände und Präsentationen fanden ebenfalls großen Zuspruch. Dass bei einem Besucherandrang von mehr als 27.000 Menschen auch einmal jemand den Überblick verlieren kann, zeigte die kleine Valentina. Sie hatte im großen Trubel ihre Eltern aus den Augen verloren und wurde über die Lautsprecher ausgerufen. Wenig später war die Familie wieder vereint.


Bild: Bayern Kameramann
Ein besonderer Moment des Tages war die digitale Zuschaltung von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius. Per Liveübertragung wandte er sich an die Besucherinnen und Besucher an den Standorten in ganz Deutschland. Er dankte den Soldatinnen und Soldaten für ihren Einsatz und betonte die Bedeutung des direkten Austauschs zwischen Gesellschaft und Bundeswehr. Der Aktionstag solle helfen, die Streitkräfte erlebbar zu machen und Vertrauen sowie Verständnis zu stärken.
Die Organisation der Veranstaltung wurde von den Besuchern vielfach gelobt. Die Logistik funktionierte hervorragend. Neben der beliebten Erbsensuppe standen zahlreiche weitere Speisen und Getränke zur Verfügung. An vielen Stellen wurden Trinkwasserbeutel kostenlos ausgegeben. Auch die sauberen Sanitäranlagen sowie die gut organisierten Sicherheitskontrollen trugen zu einem rundum gelungenen Veranstaltungstag bei.
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Das in Minden stationierte Deutsch/Britische Pionierbrückenbataillon 130 nutzt als primäres Brücken- und Übersetzfahrzeug die Amphibie M3. Dieses hochmobile, schwimmfähige System wird als Schwimmschnellbrücke oder als Fähre eingesetzt und ist eine Besonderheit, da die Mindener Pioniere der einzige NATO-Verband sind, der über dieses Fahrzeug verfügt.
Video: Alexander Bieseke ©
Ein echtes bundesweites Alleinstellungsmerkmal am Tag der Bundeswehr und eine häufig fotografierte Attraktion war die Schwimmschnellbrücke Amphibie M3 über die Weser. Sie ermöglichte den Besuchern den bequemen Wechsel zwischen den beiden Veranstaltungsbereichen Brückfeld/Floßplatz und der Weserscholle. Errichtet wurde die Brücke vom Deutsch/Britischen Pionierbrückenbataillon 130 aus Minden. Die Pioniere waren mit ihren wandlungsfähigen Amphibienfahrzeugen nach Höxter gekommen und sorgten mit ihrer Konstruktion für große Bewunderung bei den Besuchern. Die Brücke wurde den ganzen Tag über intensiv genutzt und entwickelte sich zu einem der beliebtesten Anziehungspunkte der Veranstaltung.
Bei manchem Besucher wurden Erinnerungen an die erfolgreiche Landesgartenschau 2023 wach. Damals kamen mehr als 622.000 Gäste nach Höxter und verwandelten die Weserlandschaft in einen über Monate hinweg belebten Ort. Auch beim Tag der Bundeswehr herrschte rund um Weser eine ähnlich dichte Besucheratmosphäre. Zwar konzentrierte sich das Geschehen diesmal auf nur einen Tag, doch die vielen Menschen und die lebendige Stimmung erinnerten viele Gäste an die Tage der Landesgartenschau.
Video: BDiB ©
Große Aufmerksamkeit erhielt auch die Blaulichtmeile. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, THW, Johanniter, Malteser, DLRG, der DRK-Blutspendedienst und das Kreisverbindungskommando (KVK) präsentierten ihre Aufgaben und standen den Besuchern für Gespräche und Informationen zur Verfügung. Die ausgestellten Fahrzeuge, Ausrüstungen und Vorführungen stießen auf großes Interesse und verdeutlichten das enge Zusammenspiel der verschiedenen Hilfs-, Rettungs- und Katastrophenschutzorganisationen.
Ein Besuchermagnet waren die Mitfahrten mit mehreren Schnellbooten auf der Weser. Am Tag bildeten sich lange Warteschlangen. Die Begeisterung der Besucher war entsprechend groß, und die Fahrten gehörten für viele zu den Höhepunkten des Tages.
Ein weiteres Angebot war das eingerichtete Sonderfeldpostamt. Dort konnten Besucher Postkarten mit attraktiven Sonderstempeln versehen lassen. Das Angebot erfreute sich großer Beliebtheit und bot vielen Gästen eine Erinnerung an den Tag.
Für den passenden musikalischen Rahmen sorgten das Musikkorps Weser-Lippe, das Heeresmusikkorps Kassel sowie eine Dixieland-Band der US Air Force. Ihre Auftritte waren bei den Besuchern sehr beliebt und ergänzten das abwechslungsreiche Programm auf gelungene Weise.
Neben Technik, Vorführungen und Unterhaltung wurde an vielen Stellen auch deutlich, welche Verantwortung die Bundeswehr in der aktuellen sicherheitspolitischen Lage trägt. Angesichts der Kriege und Krisen in Europa und anderen Teilen der Welt nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, mit Soldatinnen und Soldaten über deren Aufgaben und Einsätze ins Gespräch zu kommen. Dabei wurde immer wieder deutlich, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist. Die Bundeswehr steht für den Schutz von Freiheit, Demokratie und Sicherheit. Krieg bringt Leid, Zerstörung und menschliche Schicksale mit sich – umso wichtiger bleibt das gemeinsame Ziel, Frieden zu bewahren und zu sichern.
Am Ende des Tages zogen viele Besucher ein positives Fazit. Der Tag der Bundeswehr in Höxter war ein Ereignis, das bei attraktiven Vorführungen, interessanten Einblicken, hervorragender Organisation und einer einzigartigen Kulisse an der Weser überzeugte. Das Motto „Wir sind da“ wurde dabei eindrucksvoll mit Leben gefüllt.







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Aktuelle Zahlen kamen gerade:
340000 Besucher kamen an den zehn Standorten zum Tag der Bundeswehr.
In Höxter arbeiteten zwanzig Arbeitskreise seit Herbst vergangenen Jahres an der Vorbereitung auf den 6.6.2026.