Bad Driburger Stadtgeschichte – Monat Februar

Doris Dietrich

Bad Driburg. In der Broschüre zum Veranstaltungsprogramm 2026 des Heimatvereins Bad Driburg e.V. ist eine interessante Übersicht über die Bad Driburger Stadtgeschichte aus den Jahren 1976 und 1926 enthalten. Mit Einverständnis von Dr. Udo Stroop wurden hier für Bad Driburg im Blick die Ereignisse vom Februar vor 50 bzw. 100 Jahren ausgewählt. Sie lassen den Leser auf eine besondere Weise in die Vergangenheit reisen und sind es wert, daran zu erinnern.



Bad Driburg vor 50 Jahren

02.02.1976: Der Schützenball im Kurhaus ist für die Stadt und die Bürgerschützengilde ein großes festliches Ereignis. 800 Gäste nehmen daran
teil. Im Mittelpunkt steht König Clemens Hennemann mit seiner Königin
Brigitte Hartmann.

02.02.1976: Über 70 Einsätze hatte die Stadtkapelle im vergangenen Jahr. Das
gibt der Chronist der Kapelle Hermann Fromme bei der Generalversammlung
bekannt.

04.02.1976: Die Junge Union Bad Driburg wählt zu ihrem Vorsitzenden Bernd
Bockelmann. Er löst Udo Stroop ab.

04.02.1976: Im Kreisjugendsportheim wird eine Schiedsrichterfortbildung als
Vorbereitung auf die demnächst stattfindenden Bezirksklassen- und
Landesligaüberprüfungen durchgeführt.

06.02.1976: Der AC Bad Driburg wählt Otto Nolte zum neuen Vorsitzenden. Er
löst Bernd Humborg ab, der sieben Jahre den Club geführt hat.

06.02.1976: Hermann Fromme wird nach 30jähriger Tätigkeit aus dem Dienst
der Stadt Bad Driburg verabschiedet.

07.02.1976: Die Stadtverordneten beschließen für 1976 ein Investitions-
programm von fast 23 Millionen Mark.

07.02.1976: Fritz Gehle ist alter und neuer Vorsitzender der SPD in Bad
Driburg. Die Hauptversammlung wählte ihn einstimmig wieder.

09.02.1976: Die Freiwillige Feuerwehr Bad Driburg opferte im vergangenen
Jahr insgesamt 4.385 Stunden für ihren Dienst. Das sind bei 31 aktiven
Mitgliedern 143 Stunden pro Kopf. Diese Zahlen gibt Stadtbrandmeister Günter
Kammler auf der Jahreshauptversammlung der Driburger Wehr bekannt.

11.02.1976: Im Kurhaus endet der traditionelle Wirteball statt.

11.02.1976: Die Jahreshauptversammlung der CDU-Ortsunion Bad Driburg
wählt Dieter Schütte als Nachfolger von Franz Kremeyer zum Vorsitzenden.

13.02.1976: Auf dem Eggekamm, unweit der belgischen Raketenstellung, stürzt
ein kanadischer Jagdbomber vom Typ „Starfighter F 104 G“ ab. Unmittelbar vor
dem Absturz hat er die Badestadt im Tiefflug überzogen. Die Maschine rast in
den nebelverhangenen Hochwald und reißt eine Schneise von etwa 500 Metern.
Sie detoniert gegen 10:30 Uhr. Der Pilot, der kanadische Major Pattenson,
überlebt den Absturz nicht.



(Anmerkung von BDiB: Wir berichteten mehrfach über den abgestürzten kanadischen Piloten. Sein Name war aber Major Gerald Lee Allen Hermanson)


21.02.1976: Der Stadtrat beschließt einstimmig, den Wasserleitungs-
zweckverband Höxter-Bad Driburg aufzulösen.

24.02.1976: Die Polizei berichtet: Nach einem Zusammenstoß mit einem Krad
auf der Pyrmonter Straße setzte ein Pkw-Fahrer die Fahrt fort. Ein Zeuge folgte
ihm und sprach ihn wegen des Unfalls an. Der Pkw-Fahrer begab sich danach
zur Unfallstelle zurück.

24.02.1976: Zum ersten Mal planen die Bad Driburger Karnevalisten in
Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung von Spiel- und Freizeitanlagen,
für Kinder und Jugendliche e.V. einen Kinderkarnevalsumzug.

25.02.1976: Studenten aus Marburg vom Fachbereich Geowissenschaften
informieren sich in Bad Driburg über Heil-, Mineral- und Thermalquellen.

27.02.1976: Nach drei jungen Männern fahndet die Polizei, die in einem Bad
Driburger Elektrogeschäft Rundfunkgeräte entwendet haben.

Gedenkstein für Major Hermanson auf der Iburg (19.07.1941 – 12.02.1976)

Bad Driburg vor 100 Jahren

10.02.1926: Dirichs wird zum Stadtverordneten-Vorsteher und Schade zu dessen Stellvertreter wiedergewählt.

15.02.1926: Die Stadtverordneten beschließen den Ausbau des
Bahnhofsvorplatzes.

An der Höheren Knaben- und Mädchenschule sind z.Zt. 7 Lehrpersonen
beschäftigt, davon 5 hauptamtlich. Die Schülerzahl beträgt 101.

22.02.1926: Die Iburg-Ruinen werden durch Polizei-Verordnung als
frühgeschichtliche Denkmäler unter polizeilichen Schutz gestellt.

Jonas Levy (18.07.1853 – 26.02.1926)
Grabstein auf dem jüdischen Friedhof in Bad Driburg

26.02.1926: Kaufmann Jonas Levy, langjähriges Mitglied der Freiwilligen
Feuerwehr, stirbt im Alter von 72 Jahren.

Februar 1926: 140,3 mm Niederschlag an 19 Tagen, davon 3 mit Schnee.


Quellen:

Lokalzeitungen – 1926 war das die „Driburger Zeitung“ und 1976 die „Westfalen-Zeitung“. Die Ereignisse von 1926 wurden wörtlich entnommen aus: „Bad Driburger Mosaik (3) – Aus den Jahrgängen 1926 – 1936 der Driburger Zeitung“, zusammengetragen von Waldemar Becker im Jahre 1980. Die Ereignisse des Jahres 1976 sind auf Grund ihrer Fülle verkürzt wiedergegeben. Die einzelnen Texte sind in heutige Rechtschreibung übertragen worden. Die angegebenen Daten zu Beginn einer Nachricht sind die Erscheinungstage in der Zeitung.

Titelbild: Zeitungsausgabe NW 13.02.1976 (Archiv Bieseke) coloriert

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