Doris Dietrich
Bad Driburg/Alhausen/Herste. Gemeinschaft und Gesang standen im Mittelpunkt der Rundreise „Von Krippe zu Krippe“ am Dreikönigstag. Organisiert vom ökumenischen Adventsteam Bad Driburg machten sich interessierte Teilnehmende trotz winterlicher Temperaturen und rutschiger Straßen auf den Weg. An der Kirche St. Peter und Paul begann der gemeinsame Nachmittag. Mechthild Bange begrüßt die Gruppe mit herzlichen Neujahrswünschen.

Schon in den Jahren 2024 und 2025 wurde zu ausgewählten Krippenbesuchen in der Kernstadt Bad Driburg sowie in einigen Ortsteilen eingeladen. Auch in diesem Jahr zeigte sich erneut, wie groß das Interesse an den unterschiedlichen Darstellungen der Weihnachtsgeschichte ist.
Die erste Station führte dieses Jahr zur Kirche St. Vitus in Alhausen. Begleitet vom feierlichen Kirchenläuten trafen 15 Teilnehmende ein. Mechthild Bange, Gemeindereferentin im Pastoralen Raum Bad Driburg, hieß alle herzlich willkommen. Auch Petra Schrader vom Kirchenvorstand sowie Küster Hans Schild begrüßten die Besucher. Petra Schrader berichtete, dass die Kirche gerade frisch renoviert sei und seit Weihnachten in neuem Glanz erstrahle. Eine Teilnehmerin äußerte anerkennend: „Ich kannte die Kirche von früher, jetzt ist sie wirklich hell und schön.“ Anschließend erzählte Petra Schrader Wissenswertes über die Alhausener Krippe. Die Figuren stammen aus den 1920er Jahren. Der Stall ist etwa 50 Jahre alt und das Hintergrundbild wurde von einem Maler aus Bad Driburg gestaltet. Anni Köhler, Erika Buchholz, Ulrike Weskamp und Petra Nolte unterstützten und begleiteten die Krippentour mit passenden Texten. Lieder wie z. B. „Ihr Kinderlein kommet“ wurden gemeinsam gesungen und von Mechthild Bange auf der Gitarre begleitet.
Als zweite Station stand die Kirche St. Urbanus in Herste auf dem Programm. Schon die Fahrt dorthin bot einen traumhaften Blick auf die winterliche Landschaft. In der warmen Kirche wurden die Teilnehmenden freundlich von Küster Matthias Falke begrüßt: „Früher war die Krippe deutlich größer. Im Jahr 1960 wurde sie verkleinert und nahm den jetzigen Platz ein.“ Der beeindruckende Weihnachtsbaum in der Kirche erzählte seine eigene Geschichte. In diesem Jahr hatten Kinder den Baum mit Selbstgebasteltem geschmückt, was von allen als besonders gelungen empfunden wurde.
Zur Gruppe gehörte auch ein Ehepaar aus Reelsen. „Wir freuen uns über das Angebot, auch andere Krippen mal zu betrachten.“ Mit dem Smartphone hielten viele die Krippen als Erinnerung fest.
Die dritte und letzte Station führte zur Krankenhauskapelle des St. Josef Hospitals Bad Driburg. Inzwischen war es Abend geworden. Krankenhauspfarrer Ansgar Wiemers und Küsterin Ursula Schreiber begrüßten die Gruppe herzlich. Die Krippe in der Kapelle hat eine besondere Geschichte: Auf Anregung des vorhergehenden Krankenhauspfarrers Edgar Zorr und Ursula Schreiber wurde sie im Jahr 2012 von den Bethlehem-Schwestern gekauft, die in einem Schweigekloster leben. Die Figuren bestehen aus Stein, der aus den Pyrenäen stammt. Sie sind im orientalischen Stil gestaltet. Der Stall wurde von der Familie Wirth aus Reelsen gefertigt. Eberhard Wirth, Schreiner von Beruf, unterstützte das Projekt mit großem Engagement. Der gemeinsame Gesang wurde diesmal eindrucksvoll an der Orgel von Ansgar Wiemers begleitet.

Ein besonders berührender Moment entstand beim Blick auf Maria, Josef und das Jesuskind. Passend dazu erzählte Doris Meier, Hebamme im Ruhestand, aus ihrem Berufsleben. Sie hat rund 2.000 Babys auf die Welt geholfen und kann auf viele Geschichten zurückblicken. Sie erinnerte an das Team aus Ärztinnen und Ärzten, Hebammen und Pflegekräften. Männer unterstützten ihre Partnerinnen während der Geburt, indem sie Hände hielten und Zuspruch gaben.
Pfarrer Ansgar Wiemers erzählte der Gruppe, dass sich auch der neue Chefarzt der neurologischen Klinik am St. Josef Hospital Dr. Djordje Stojkovic sehr beeindruckt von der Krippe zeigte.
Das gemeinsame Gebet, ein irischer Segensspruch sowie der Gesang des Liedes „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ bildeten den Abschluss.
Die Teilnehmenden waren sich einig: Es war ein interessanter und bereichernder Ausflug zu einigen Krippen und Kirchen der Region. Ein herzlicher Dank galt allen, die zum Erfolg beigetragen haben. Eine weitere Krippenwanderung ist voraussichtlich für Ende Dezember 2026 geplant.







