Bad Driburger Stadtgeschichte – Monat April

Dr. Udo Stroop (Hauptvorsitzender des Eggegebirgsvereins e.V.)

Bad Driburg. In der Broschüre zum Veranstaltungsprogramm 2025 des Heimatvereins Bad Driburg e.V. ist eine interessante Übersicht über die Bad Driburger Stadtgeschichte aus den Jahren 1975 und 1925 enthalten. Mit Einverständnis von Dr. Udo Stroop wurden hier für Bad Driburg im Blick die Ereignisse vom APRIL vor 50 bzw. 100 Jahren ausgewählt. Sie lassen den Leser auf eine besondere Weise in die Vergangenheit reisen und sind es wert, daran zu erinnern.

Bei dem hier folgenden Rückblick auf die Bad Driburger Stadtgeschichte – „Bad Driburg vor 50 bzw. 100 Jahren“ – beziehe ich mich wie in den vergangenen Jahren auf die Veröffentlichungen der Lokalzeitungen.

1925 war das die „Driburger Zeitung“ und 1975 die „Westfalen-Zeitung“. Die Ereignisse von 1925 habe ich wörtlich entnommen aus: „Bad Driburger Mosaik (2) – Aus den Jahrgängen 1915 – 1925 der Driburger Zeitung“, zusammengetragen von Waldemar Becker im Jahre 1980. Die Ereignisse des Jahres 1975 sind auf Grund ihrer Fülle verkürzt wiedergegeben. Die einzelnen Texte sind in heutige Rechtschreibung übertragen worden.

APRIL 1975 – Bad Driburg vor 50 Jahren

02.04.1975: Pfarrer Ewald Stracke, Pfarrer Esser und Studiendirektor i.R. Edmund Mazurek feiern gemeinsam ihr 40jähriges Priesterjubiläum.

02.04.1975: Die Polizei berichtet: Beim Zurücksetzen aus einer Parklücke beschädigte eine Pkw-Fahrerin einen anderen dort abgestellten Wagen. Die Dame „bekam es mit der Angst“ und verließ die Unfallstelle, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Sie wurde jedoch ermittelt und muss den Schaden von 650 Mark tragen.

03.04.1975: Mehr als 80 Tonnen Altpapier sammelt der Verein Spiel- und Freizeitanlagen e.V.

05.04.1975: Der Kirchenchor Lüchtringen bietet in der Bad Driburger Pfarrkirche St. Peter und Paul eine eindrucksvolle Einstimmung in die Kar- und Osterliturgie.

12.04.1975: Die Mitglieder des Werberings bestätigen in ihrer Hauptversammlung Albert Braun als ihren Vorsitzenden. Auch Paul Huber und Bernward Micus werden in ihren Ämtern als stellvertretender Vorsitzender bzw. Schatzmeister bestätigt. Neu im Vorstand ist Klaus Marten Meier als Schriftführer.

17.04.1975: Zu einem mehrtägigen Zeltlager an der neuen Holtheimer Blockhütte lädt der Heimatverein ein. „Bestehende Kontakte sollen vertieft werden, aber auch der Zusammenhalt der EGV-Abteilungen untereinander soll demonstriert werden“, heißt es in der Pressemitteilung.

18.04.1975: Rund 250 Jugendliche folgten an zwei Wochenenden der Einladung der Katholischen Jungen Gemeinde zu Tanznachmittagen und -abenden, deren Erlös der Flüchtlingshilfe zukommen sollte. Die KJG kann jetzt 1.215,75 Mark auf das Vietnam-Sonderkonto überweisen.

20.04.1975: Der Heimatverein wandert von Bad Driburg nach Lichtenau zum „Tag des Baumes“.

Modehaus Maas in den 1960er Jahren

24.04.1975: Das Modehaus Maas wird nach einem aufwändigen Umbau eingeweiht. Die Pläne für den Umbau sind vom Architekten Xaver Massolle. Die Ausführung der Pläne übernehmen im Wesentlichen Bad Driburger Handwerksbetriebe.

25.04.1975: Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt in Bad Driburg auf 1.127 Mark, das gibt Stadtkämmerer Josef Meyer bei der Verabschiedung des Haushalts für 1975 bekannt. Der Verwaltungshaushalt sieht in Einnahmen und Ausgaben jeweils 19.416.900 Mark vor und der Vermögenshaushalt 22.220.400 Mark. Bei einer neuen Kreditaufnahme von 6 Millionen Mark steigt die Gesamtverschuldung auf 15,5 Millionen Mark. Den Schulden stehe aber, so Meyer, ein Vermögen von über 39 Millionen Mark gegenüber.



APRIL 1925 – Bad Driburg vor 100 Jahren

Blick auf die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Bad Driburg (Postkarte 1920er Jahre). Im Vordergrund Kinder auf der Brücke des Kesselbaches.


1.4.1925: 22 Jungen und 20 Mädchen werden aus der Katholischen Volksschule entlassen

1.4.1925: Nachdem durch eine Verfügung des Provinzial-Schulkollegiums und der Regierung zu Minden festgelegt worden ist, dass die Abschlussprüfungen der zu einer Untersekunda übergehenden Schüler der Driburger Höheren Knaben-und Mädchenschule fortan in Bad Driburg abgelegt werden können, endet unter Vorsitz von OStD Dr. Heibges, Paderborn, die erste mündliche Abschlussprüfung der Obertertia statt. 6 Schüler (3 aus Driburg, je 1 aus Dringenberg, Buke und Reelsen) bestehen die Prüfung.

18.4.1925: Die Schankwirtschaft im Schützenhaus wird meistbietend auf drei Jahre an Gastwirt H. Jakobs verpachtet.

19.4.1925: Zigeuner, die angeblich Pferdefutter kaufen wollen, stehlen einem Driburger Landwirt 500 Mark. Die polizeilichen Nachforschungen bleiben ohne Erfolg,

Die Katholische Volksschule (1877-1951) befand sich in der Schulstraße. Heute erinnert diese Tafel daran.

April 1925: 31 Kinder werden in die Katholischen Volksschule, 20 (13 Jungen, 7 Mädchen) in die Höhere Knaben- und Mädchenschule aufgenommen.- 63 Jungen und 36 Mädchen gehen zur Erstkommunion.

April 1925: In der evangelischen Kirche werden Umbauten durchgeführt. U.a. wird die Holzdecke durch ein Gewölbe ersetzt. Außerdem erhält die Kirche neue Fenster. An der katholischen Kirche werden wilde Weinreben angepflanzt.

20.4.1925: Die Telefon-Oberleitungen sind in mehrmonatiger Arbeit verkabelt worden. Die neuen Leitungen werden in Betrieb genommen.

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