Doris Dietrich
Bad Driburg. Jil Vogt ist eine junge Frau, die sich mit Offenheit und Einsatzbereitschaft einbringt. Aufgewachsen ist die heute Zwanzigjährige in Herste. Sie besuchte die Grundschule in Bad Driburg und später die Schulen der Brede in Brakel. Dort legte sie 2023 ihr Abitur ab.
Schon früh entwickelte sie ein großes Interesse an Sprachen. Englisch und Latein gehörten zu ihren Schwerpunkten, in der Oberstufe kam Spanisch hinzu. Besonders prägend war für sie der Religionsunterricht, den sie von der 5. bis zur 12. Klasse bei ihrer Lehrerin Birgit Jenkins besuchte.
In der 10. Klasse absolvierte Jil ein Praktikum an der „Schule unter der Iburg“. Dort konnte sie wertvolle Einblicke gewinnen, unter anderem durch die Zusammenarbeit mit der Klassenlehrerin Anastasia Echterling. Sie unterstützte interessiert die schulische Arbeit. „Hinter die Kulissen zu schauen und dabei die Abläufe im Schulalltag kennenzulernen, bestärkte meinen Wunsch, Lehrerin zu werden“, äußerte sie.
Jil setzt sich intensiv mit den aktuellen Herausforderungen im Schulalltag auseinander. Sie beobachtet, dass der Lehrerberuf nicht einfacher wird: Kinder bringen zunehmend unterschiedliche Voraussetzungen mit – etwa im Bereich Sprache oder Sozialverhalten. Gleichzeitig steigen die Erwartungen von Eltern und Gesellschaft. Diese Entwicklungen sieht sie realistisch, lässt sich davon jedoch nicht abschrecken. Vielmehr bestärkt das ihren Wunsch, einen Beitrag zu leisten und Kinder individuell zu fördern.
Nach dem Abitur begann sie 2024 ihr Studium an der Georg-August-Universität Göttingen. Zunächst wählte sie die Fächer Englisch und Erdkunde. Während sich ihre Erwartungen im Fach Englisch erfüllten, stellte sie fest, dass Erdkunde nicht ihren Vorstellungen entsprach. Sie wechselte daraufhin zu Latein – eine Entscheidung, die sich für sie als richtig erwies. Besonders schätzt sie das umfangreiche Studienangebot sowie den Unterricht im Fach Griechisch.
Unter der Woche wohnt Jil in einem Studentenwohnheim in Göttingen, ihren Wohnsitz hat sie weiterhin in Reelsen.
Über die Gemeindepädagogin und Prädikantin Frederike Wieneke fand sie Zugang zur Gemeindearbeit. So unterstützte sie im August 2025 die Kinderkirchentage der evangelischen Kirche in Bad Driburg, deren Thema lautete: „Prüft alles und behaltet das Gute“. Das Motto bot ihr Gelegenheit, gemeinsam mit den Kindern Werte zu entdecken und praktisch zu erleben.
Im Rahmen ihres Studiums absolvierte sie ein Praktikum bei der evangelischen Kirche in Bad Driburg unter der Betreuung von Frederike Wieneke.
So war sie im „Haus der offenen Tür“ (HoT) in Altenbeken tätig, begleitete Taufgespräche und wirkte bei sogenannten „Schulimpulsen“ an verschiedenen Grundschulen mit. Aktuell unterstützt sie den Konfirmandenunterricht.

Bild: privat

(vordere Reihe v.l.n.r.): Petra Nolte, Dagmar Wietheger-Claes und Jil Vogt.
In ihrer Freizeit ist Jil vielseitig interessiert. Seit zwei Jahren fährt sie Motorrad und genießt besonders jetzt im Frühjahr das Fahrgefühl. Musik hört sie in unterschiedlichen Richtungen. Außerdem arbeitet sie im Garten und verbringt Zeit mit ihren zwei Katzen. In Göttingen ist sie viel zu Fuß unterwegs. Gern denkt sie auch an Urlaubsreisen zurück, etwa nach Bad Reichenhall mit traumhafter Alpenkulisse. Besonders freut sie sich aktuell auf eine Reise im Mai nach London.
Jil Vogt verbindet Engagement, Offenheit und Verantwortungsbewusstsein mit einem klaren Blick für Herausforderungen – sowohl im Studium als auch in der kirchlichen Arbeit.
Ihr Motto lautet:
„Non scholae, sed vitae discimus.“
(Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.)
Titelbild: Jil Vogt im Bibelgarten „Senfkorn“