Glasmuseum freut sich über Spenden für neue Projekte

Doris Dietrich

Bad Driburg. Drei regionale Geldinstitute unterstützen den Förderverein des Glasmuseums Bad Driburg e.V. mit einer Spende von jeweils 1.500 Euro.

Zur Spendenübergabe erschienen am 13. März Matthias Gockeln von der Volksbank Höxter Zweigniederlassung der VerbundVolksbank OWL eG, Heike Rüther-Tietze von der Vereinigten Volksbank eG sowie Thomas Groppe, Regionalleiter der Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter für Bad Driburg und Willebadessen.

„Mit unserer Spende möchten wir die engagierte Arbeit des Fördervereins und die Weiterentwicklung des Glasmuseums gerne unterstützen“, erklärten die Vertreter der Geldinstitute.

Beim Treffen waren vom Förderverein der Vorsitzende Josef Reckers sowie die Vorstandsmitglieder Heiner Düsterhaus, Michael Gäde und Friedhelm Macke anwesend. Gemeinsam führten sie die Sponsoren durch das Museum, informierten über aktuelle Ausstellungen und Projekte und standen den anwesenden Pressevertretern für Fragen zur Verfügung. Dabei stellten sie unter anderem die Ausstellung „Knipse Karl“ vor. Hubert Meiners, Enkel von Karl Meiners, stellte dafür seine Fotoplatten zur Verfügung. Gezeigt werden 16 Fotografien zum Thema Glasstadt und Glashandel. (BDiB berichtete.)

Fotomontage des Glashändlerwagens im Container vor dem Glasmuseum
Maße des Containers: 6,00m lang; 2,40m breit; 2,60m hoch
Bild: Friedhelm Macke

Präsentation für die nächste Ausstellung mit Werken des Künstlers Otmar Alt

Mit der finanziellen Unterstützung sollen mehrere Projekte umgesetzt werden, die der Verein derzeit vorbereitet. Ein besonderes Highlight wird in diesem Jahr eine Sonderausstellung mit Werken des bekannten Künstlers Otmar Alt aus Hamm sein. Die Ausstellung wird am 21. Juni 2026 eröffnet und ist dann bis zum 30. Dezember 2026 im Glasmuseum zu sehen. Der Kontakt zu dem Künstler kam über Michael Gäde zustande. Auch Dr. Diana Lenz-Weber, Kuratorin der Otmar-Alt-Stiftung, zeigte großes Interesse an einer Ausstellung in Bad Driburg.

Ein zweites Projekt betrifft einen originalen Glashändlerwagen aus den 1920er Jahren.  Damit dieses seltene Stück angemessen präsentiert werden kann, soll ein spezieller Container entstehen. Geplant ist ein Standort direkt am Glasmuseum. Für das Vorhaben wird auch eine Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen angestrebt.

Ein weiterer Anlass zum Feiern ist das 20-jährige Bestehen des Glasmuseums im Heinz-Koch-Haus in diesem Jahr. Josef Reckers betonte, dass Vorstand und ehrenamtliche Helfer ein engagiertes Team bilden, das die Arbeit des Museums mit großem Einsatz trägt. Das Glasmuseum ist samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Spenden sind willkommen, außerdem sucht der Verein weitere Ehrenamtliche. Mit zusätzlicher Unterstützung wäre künftig auch eine Öffnung am Freitag möglich.

Wie groß das Interesse ist, zeigte sich erst am vergangenen Wochenende. Stolz berichtete Josef Reckers: „Wir hatten sehr viele Besucher hier in unserem Museum.“ Besonders beliebt sind Besuche von Grundschulklassen. Mehrere dritte Klassen erkundeten im vergangenen Jahr das Museum. Unterstützt werden die Führungen unter anderem durch kindgerechte Videos mit der „Museumsmaus“, die die Geschichte der Glasstadt, des Glashandels und der Glasproduktion erklären.

Das große Interesse zeigt sich auch an zahlreichen aktuellen Anfragen für Führungen und Besuche. Bereits in der kommenden Woche werden der Lions Club Marburg und der Lions Club Bad Driburg gemeinsam das Glasmuseum besuchen. Außerdem hat sich eine Schulklasse aus Gelsenkirchen, die derzeit in der Jugendherberge Bad Driburg zu Gast ist, für einen Museumsbesuch angekündigt. Der Förderverein betont, dass Sondertermine für Gruppen jederzeit möglich und ausdrücklich willkommen sind.

Auch als kultureller Treffpunkt gewinnt das Museum zunehmend an Bedeutung. Im Februar war die Bad Driburger Autorin Pia Steinmann zu Gast und stellte ihren Jugendroman „Kim – Eine teuflische Begegnung“ vor. Rund 45 Besucher verfolgten die Lesung mit großem Interesse. Am 22. April ist bereits die nächste Veranstaltung geplant: Dr. Peter Kleine wird aus seinem Werk „Mörderische Eifersucht“ lesen.

Ein Blick nach vorn zeigt weitere Höhepunkte: Im September wird wieder das beliebte Glasstadtfest stattfinden. Im Herbst finden im Förderverein Neuwahlen und die Generalversammlung statt.

Das Glasmuseum ist damit längst mehr als nur ein Ort der Glasgeschichte. In der Bad Driburger Kernstadt ist es das einzige Museum und ein wichtiger kultureller Treffpunkt. Eine gute Ergänzung für Besucher ist auch die Moorerlebniswelt in der Langen Straße 87 – beide Ziele lassen sich gut miteinander verbinden.

Damit bleibt das Glasmuseum ein lebendiger Ort für Geschichte, Begegnung und Kultur – ein Besuch lohnt sich jederzeit.

Die Spenden helfen dabei, die geplanten Projekte umzusetzen und die engagierte Arbeit des Fördervereins weiter zu stärken.

Titelbild: Spendenübergabe an den Förderverein Glasmuseum Bad Driburg e.V. (v.l.n.r.): Heiner Dürsterhaus, Matthias Gockeln, Michael Gäde, Heike Rüther-Tietze, Thomas Groppe, Josef Reckers und Friedhelm Macke

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