2. Erasmus+-Fahrt der Gesamtschule Bad Driburg nach Gran Canaria

Kultureller Austausch, Kunst und gelebte europäische Vielfalt


Las Palmas / Bad Driburg. Bereits zum zweiten Mal führte eine Erasmus+-Fahrt die Gesamtschule Bad Driburg nach Gran Canaria. Ziel war erneut die Partnerschule CIFP Felo Monzón Grau Bassas in Las Palmas. Die Reise stand ganz im Zeichen des kulturellen Austauschs, der künstlerischen Zusammenarbeit und der gelebten europäischen Vielfalt.

An der Fahrt nahmen sechs Schülerinnen und Schüler des Kunstkurses des 10. Jahrgangs unter der Leitung von Stefanie Pähler-Martschinke teil. Begleitet wurden sie von vier ehemaligen Sprachförderschülern aus der Ukraine sowie acht Sprachförderschülern aus afrikanischen Ländern, die derzeit an der Berufsschule eine zweijährige landwirtschaftliche Ausbildung absolvieren und bereits von der ersten Erasmus+-Fahrt bekannt waren.

Die Zusammensetzung der Gruppe machte diese Begegnung besonders: Jugendliche aus unterschiedlichen Herkunftsländern und mit vielfältigen Lebensgeschichten trafen aufeinander.

Der erste Tag an der Partnerschule begann mit einem gemeinsamen Frühstück, das von Schülerinnen und Schülern des Bildungsgangs Touristik/Hotellerie vorbereitet wurde. Nach einer herzlichen Begrüßung und Kennenlernspielen war das Eis schnell gebrochen.
Wir sind wieder sehr, sehr herzlich aufgenommen worden – sowohl von den Schülerinnen und Schülern als auch vom gesamten Kollegium. Zwischen den beteiligten Lehrkräften und auch zwischen den Jugendlichen haben sich Freundschaften entwickelt“, berichtet Wolfgang Mikus, Lehrer der Gesamtschule Bad Driburg und Mitorganisator der Fahrt.

Ein zentraler Bestandteil des Programms war die kulturelle Bildung. Besuche im Kolumbus-Museum sowie im Museum und Archäologiepark Cueva Pintada ermöglichten den Jugendlichen eindrucksvolle Einblicke in die Kunst, Symbolik und Lebensweise der aboriginalen kanarischen Kultur. Auf einem Rundweg durch den Park erkundeten sie die größte bekannte Siedlung der Ureinwohner der Insel, besichtigten Häuser und Höhlen und erfuhren, dass die ersten Bewohner Gran Canarias ursprünglich aus Westafrika stammten.

Auch sportliche und gemeinschaftliche Aktivitäten kamen nicht zu kurz. Beim Beachvolleyball am Strand wuchsen die internationalen Gruppen weiter zusammen. Ergänzt wurde das Programm durch Erkundungsfahrten über die Insel. Im Süden beeindruckten die Dünen von Maspalomas und der Hafenort Playa de Mogán, im Norden standen Gáldar, Agaete und Playa de las Nieves auf dem Programm.

Ein besonderes Highlight war das Kunstprojekt „Farben, die Grenzen überwinden“, das in einer Ausstellung an der Partnerschule mündete. In gemeinsamen kreativen Prozessen setzten sich die Jugendlichen mit Themen wie Identität, Herkunft, Flucht und Zusammenhalt auseinander und brachten ihre persönlichen Erfahrungen künstlerisch zum Ausdruck.
Das Besondere an dieser Erasmus+-Fahrt war das Zusammentreffen von Schülerinnen und Schülern mit gemeinsamen Fluchterfahrungen. Die sportlichen, kulturellen und künstlerischen Aktivitäten förderten die soziale Integration, bauten Vorurteile ab und stärkten Empathie sowie gegenseitiges Verständnis. Gleichzeitig lernten die Jugendlichen, sich in neuen Umgebungen zurechtzufinden, was ihr Selbstbewusstsein stärkte und ihnen half, die eigene Sicht auf die Welt in einen größeren europäischen Kontext einzuordnen.

Die zweite Erasmus+-Fahrt nach Gran Canaria zeigte eindrucksvoll, wie internationale Begegnungen junge Menschen prägen können – und wie aus Austausch echte Verbundenheit entsteht, so eine Mitteilung von Anna Asatryan aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gesamtschule Bad Driburg.

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