Alexander Bieseke
Bad Driburg. Nach einem Vorfall unter zwei Schülern auf dem Heimweg von der Gesamtschule ermittelt die Polizei. Wie unserer Redaktion inzwischen bekannt wurde, kam es am Dienstag, 27. Januar 2026, gegen 13.10 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendlichen außerhalb des Schulgeländes.
Nach Zeugenaussagen und bisherigen Erkenntnissen zog der 16-jährige Jugendliche im Verlauf des Geschehens mutmaßlich eine Schreckschusspistole aus der Tasche und hielt sie dem 15-jährigen Mitschüler in Richtung des Gesichts. Ziel sei es gewesen, das Opfer zu erschrecken und ihm Angst zu machen. Später habe der Jugendliche angegeben, davon ausgegangen zu sein, dass die Waffe nicht geladen gewesen sei. Die weiteren Umstände dürften Gegenstand der laufenden polizeilichen Ermittlungen sein. Eine Presseanfrage ist erfolgt und mittlerweile bestätigt, dass in dieser Angelegenheit ermittel wird. [update]
Der 15-Jährige erlitt Verletzungen und begab sich am darauffolgenden Tag in ärztliche Behandlung. Beide Jugendlichen besuchen dieselbe neunte Klasse. Der Vorfall ereignete sich auf dem direkten Heimweg von der Schule.
Am gestrigen Donnerstag war eine Polizeistreife an der Schule vor Ort, um den Sachverhalt weiter aufzuklären. Schulleiter Simon Tewes betont dazu in einem Elternbrief, der unserer Redaktion vorliegt:
„Heute war eine Polizeistreife vor Ort, da sich ein Schüler vor zwei Tagen auf dem Heimweg nach der Schule verletzt hat und die genauen Umstände untersucht werden. Ich betone ausdrücklich, dass wir sehr selten ‚Besuch‘ von der Polizei haben. In diesem Fall handelte es sich nicht um einen akuten Vorfall, sondern um Ermittlungen im Nachgang.“
Der Vorfall wurde zwischenzeitlich als Wegeunfall anerkannt und wird über die Berufsgenossenschaft abgewickelt. Die Schule wurde nach eigenen Angaben erst einen Tag nach dem Geschehen informiert, da der verletzte Schüler seinen Mitschüler zunächst habe schützen wollen. Nach Kenntnisnahme leitete die Schulleitung umgehend weitere Schritte ein.
Die Eltern des verletzten Schülers erstatteten Strafanzeige, die polizeilichen Ermittlungen dauern an. Zur Unterstützung des betroffenen Jugendlichen wurde kurzfristig eine psychologische Betreuung organisiert. Zudem wurden das zuständige Schulamt sowie die regionale Schulberatungsstelle informiert.
Titelbild: pixaby