Alexander Bieseke
Kreis Höxter. Die Silvesternacht 2025/2026 verlief im Kreis Höxter aus Sicht der Polizei vergleichsweise ruhig. Wie die Kreispolizeibehörde Höxter mitteilte, wurden zwischen dem 31. Dezember 2025, 18 Uhr, und dem 1. Januar 2026, 6 Uhr, insgesamt 15 einsatzrelevante Vorgänge mit Bezug zum Jahreswechsel registriert.
In zwei Fällen mussten Polizeibeamte schlichten, nachdem es zu verbalen Streitigkeiten gekommen war. Eine stark alkoholisierte Person wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Zudem kam es in Bad Driburg, Ottbergen und Steinheim zu Körperverletzungsdelikten, bei denen die Geschädigten leichte Verletzungen erlitten. Entsprechende Strafanzeigen wurden aufgenommen.

In der Leitstelle der Polizei in Höxter nehmen zum Beispiel Polizeioberkommissarin Karin Nolte und Polizeioberkommissar Dirk Herzog (im Hintergrund) die Anrufe entgegen.
Foto: Polizei Höxter
Mehrfach beschäftigte auch unsachgemäß gezündetes Feuerwerk die Einsatzkräfte: Fünf Beschwerden gingen hierzu bei der Leitstelle ein. In Beverungen (Lange Straße) und Steinheim (Höxterstraße) gerieten Mülltonnen in Brand, die jedoch schnell gelöscht werden konnten, ohne weitere Schäden zu verursachen. In Bad Driburg (Karlsring) brannten Reste von Feuerwerksbatterien so stark, dass die Feuerwehr alarmiert wurde. Auch hier blieb es bei einem glimpflichen Ausgang ohne Sachschäden.
Ein größerer Einsatz ereignete sich kurz nach Mitternacht in Ottbergen, wo die Feuerwehr einen Dachstuhlbrand löschen musste. Am Gebäude entstand erheblicher Sachschaden, die Ortsdurchfahrt war während der Löscharbeiten vollständig gesperrt. Verletzt wurde niemand. In allen Brandfällen bittet die Polizei mögliche Zeugen, sich bei der Kriminalpolizei Höxter zu melden.

Foto: Kreis Höxter
Trotz der insgesamt ruhigen Silvesternacht zeigen die aktuellen Jahreszahlen der Leitstelle des Kreises Höxter, dass Rettungsdienst und Feuerwehr weiterhin stark gefordert sind.
Im gesamten Jahr 2025 wurden in der Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst in Brakel 38.656 Einsätze bearbeitet. Davon entfielen 35.894 Einsätze auf den Rettungsdienst und 2.762 auf die Feuerwehren. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen leichten Anstieg.
Leitstellenleiter Daniel Wulf (Foto: im weißen Hemd) spricht von einem konstant hohen Einsatzniveau. Gleichzeitig verweist der Kreis auf wichtige Fortschritte im Bevölkerungsschutz: 13 neue Rettungstransportwagen wurden in Dienst gestellt, mehrere Großübungen mit hunderten Einsatzkräften erfolgreich durchgeführt und der Neubau der Rettungswache in Steinheim schreitet planmäßig voran. Die Inbetriebnahme ist für August 2026 vorgesehen.
Der Jahreswechsel zeigt damit exemplarisch, wie routiniert die Einsatzkräfte im Kreis Höxter auch in besonderen Lagen agieren – und dass ihre Arbeit weit über einzelne Nächte hinaus dauerhaft auf hohem Niveau gefordert ist.