„Anpassung“ wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten
Elisabeth Affani
Bad Driburg / Kreis Höxter. In Brakel bietet die Einrichtung REKON – Rehabilitation durch Kooperation – Menschen mit seelischen Erkrankungen einen Arbeitsplatz. REKON ist eine anerkannte Werkstatt der Lebenshilfe GmbH für behinderte Menschen. Hier erhalten sie laut ihrer Webseite entsprechend ihrer Beeinträchtigung Unterstützung und Förderung in ihren sozialen wie beruflichen Kompetenzen.
In einem Schreiben an ihre Beschäftigten, das Bad Driburg im Blick vorliegt, teilt die REKON mit, „dass wir die Löhne erneut anpassen müssen“. Sie begründet die Kürzung der Löhne damit, dass „die wirtschaftliche Situation sehr schwierig ist“.
„Die Steigerungsbeträge und die Prämienzuschläge werden auf 30 Prozent der aktuellen Höhe
angepasst (erstmals für Auszahlungen im April 2025)“, heißt es wörtlich. „Der Grundlohn von 133 Euro ändert sich nicht. Das Arbeitsförderungsgeld in Höhe von 52 Euro wird an alle ausgezahlt. Die Zuschläge für Wehrden, GaLa-Pflege, Lärmbereich Holz und Verteiler-Küche werden nicht gekürzt. Sie bekommen weiterhin mindestens 185 Euro insgesamt.“
REKON äußert Bedauern darüber, sieht aber „wegen der wirtschaftlichen Situation keine andere Möglichkeit“. Sie verweist auf „die Politiker“, die daran arbeiteten, neue Regeln für die Löhne in Werkstätten zu finden. Bisher gebe es dazu aber noch keine Neuigkeiten.
Der Bundestagsabgeordnete Christian Haase (CDU) und der Landtagsabgeordnete Matthias Goeken (CDU) seien zu einem Gespräch eingeladen worden.
Es folgt der Hinweis darauf, dass Betroffene weitere staatliche Leistungen wie Grundsicherung oder Wohngeld beantragen können. Der Soziale Dienst der Lebenshilfe kann beraten, außerdem die EUTB (Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung) der Paritätischen in Höxter.
Die Lohngruppen aller Beschäftigten seien „nach dem üblichen Zeitraum überprüft“ worden. Änderungen könnten sich für diese ebenso ergeben. Über die Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse sollten die entsprechenden Stellen wie das Grundsicherungsamt informiert werden.
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Wir bitten um Verständnis
alles negative mit Leuten die sich nicht wehren können die Verwaltungschefs sollen auch um 30 Prozent ihren Lohn kürzen