Kernstadt

Turm der ehemaligen Iburg

Die Iburg bei Bad Driburg

Die Iburg und Driburg gehören zusammen wie die Quelle und Caspar Heinrich. Zuerst waren die Sachsen hier, dann kamen die eroberungswütigen Franken, die die Iburg endgültig ruinierten. Ihnen folgten die Paderborner und die Preußen, nachdem die Franzosen ein kleines Intermezzo geschrieben hatten.

Und dann kamen die Kurgäste, vor allem seit feste Straßen über die Egge führten und der Bahnhof gebaut war. Ab 1919 durfte sich die Stadt Bad Driburg nennen. Nach 1945 residierten hier kurz die Briten, neue Bürger aus den ehemaligen Ostgebieten zogen mit neuen Konfessionen zu. Mehr darüber erfährt der interessierte Leser im neuen Stadtgeschichtsbuch.

Der Bade- und Logierbetrieb, Sanatorien, Kurkliniken, ein Akutkrankenhaus, Hotels und private Gästehäuser trugen und tragen bis heute zu einer positiven Stadtentwicklung bei. Um die Stadt als Wirtschaftsstandort attraktiv zu gestalten, werden Unternehmen und Projekte in der Kernstadt und in den Ortschaften gefördert.

Bürgerliches Ehrenamt in den Bereichen Soziales, Kirche, Kunst und Kultur wird regelmäßig ausgezeichnet. Kommunale Politik versucht dem demografischen Wandel gerecht zu werden und kümmert sich u.a. um eine vernünftige Gestaltung der Schullandschaft.

Bad Driburg im Blick möchte dazu beitragen, so aktuell und transparent wie möglich über Veranstaltungen und Ereignisse zu informieren und den Bürgern die Möglichkeit zu geben, über Belange ihrer Stadt lebendig mitzudiskutieren.

(Text: Elisabeth Affani)

 

Bad Driburger Schnack

Tach! „Und denn geh’n wa anne Bache und werfen mitte Stöcker, und nacher geh’n wa nache Omma Kierschen essen.“ So ungefähr lautete die Driburger Mundart, wie sie in den Siebzigerjahren ein Ureinwohner kennzeichnete. Die Dringenberger Schulkinder hatten manchmal keine „Lusten“ zu lernen, und ihre Mütter, die damals noch weitestgehend Hausfrauen waren, kochten „Klöse mit Sose“.

Gern waren die Mütter wie in anderen Teilen des Landes „am Kochen“ oder „am Melken dranne“. Ihre Kinder nannten sie „es“, sie „hingen“ ihre Mäntel an die Garderobe, und die Männer nannten ihre bessere Hälfte „die Frau“. Kinder, die sich zu weit von den Eltern entfernten, wurden mit „Komma hierhin!“ zur Ordnung gerufen.

Dass es im Stadtkern ein Gebiet gibt, das Türkei heißt, kann nur ein älterer geborener Driburger erklären, ebenso das Bad Driburger Gänselatein, die Geheimsprache der Glashändler und Glasbläser.

(Text: Elisabeth Affani)

Driburger Türkei hier ehemalige Mittelstraße Bad Driburg

Driburger Türkei hier ehemalige Mittelstraße Bad Driburg