Gerhard Handermann ist neuer Geschäftsführer des Kreisverbandes Höxter

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge baut Jugend- und Bildungsarbeit weiter aus

Kreis Höxter. Neuer Geschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Kreis Höxter ist Gerhard Handermann. Der Kämmerer des Kreises hat das Ehrenamt von seinem Vorgänger im Amt, Hans-Dieter Fleischer, übernommen. Im Rahmen der Mitgliederversammlung im Kreishaus erfolgte der offizielle Stabwechsel.

Landrat Friedhelm Spieker bedankte sich in seiner Funktion als Vorsitzender des Kreisverbandes bei Hans-Dieter Fleischer für das zwölfjährige Engagement gegen das Vergessen. Besonders verdient gemacht habe er sich um die jährliche Spendensammlung für die vielfältigen Aufgaben des Vereins. „Bei uns im Kreis Höxter werden traditionell sehr gute Ergebnisse erzielt“, würdigte Spieker seinen Einsatz.

Großen Wert habe Hans-Dieter Fleischer auf die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Städten, den ehrenamtlichen Sammlerinnen und Sammlern, insbesondere den Schützenvereinen, Bundeswehrangehörigen und Reservistenkameradschaften gelegt. „Auch für das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft hat er sich aktiv eingesetzt“, erinnerte Spieker beispielhaft an die Erinnerungstafel für zehn Kriegstote, die 2015 in Höxter-Stahle enthüllt wurde.
Dem Dank des Landrats schloss sich der Regionalgeschäftsführer des Volksbundes in Westfalen-Lippe, Jens Effkemann, an: „Auf Ihren Einsatz war immer Verlass“, sagte er.
Der neue Geschäftsführer des Volksbundes, Gerhard Handermann, bekräftigte, dass er die gute Arbeit seines Vorgängers fortsetzen werde. Den Schwerpunkt in den kommenden Jahren möchte er auf die Verstärkung der Jugendarbeit legen. „Es gibt weniger Zeitzeugen in den Familien, die über die Folgen von Krieg und Vertreibung aus eigener Erfahrung berichten können“, sagte er. Deshalb wolle er sich für den Brückenschlag zwischen den Generationen engagieren. „Junge Menschen für die Friedensarbeit des Volksbundes zu gewinnen, ist uns ein wichtiges Anliegen“, so Handermann. Für die Verständigung der Völker sei die Jugend sehr offen.

Jens Effkemann informierte über die Arbeit des Volksbundes auf Bundes-, Landes-, Bezirks- und Kreisebene und stellte die vielfältigen Aktivitäten vor, insbesondere zum Projekt „Darum Europa“. „Deutlich ausgebaut haben wir die politisch-historische Jugend- und Bildungsarbeit, auch in Schulen“, sagte der Regionalgeschäftsführer. „Ich freue mich, dass Sie diese Aktivitäten auch auf regionaler Ebene verstärken wollen“, dankte er dem Kreisverband Höxter.

Um die Jugendarbeit besser voranzutreiben, einigten sich die anwesenden Mitglieder darauf, den Vorstand um eine Beisitzer-Funktion mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit zu erweitern. Für diese neue Aufgabe wurde einstimmig Andrea Dürdoth gewählt, die sich seit Jahren im Volksbund engagiert und bereits im Landesvorstand aktiv war.

Einstimmig wiedergewählt wurden Landrat Friedhelm Spieker als Vorsitzender des Kreisverbandes Höxter im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und Kreisdirektor Klaus Schumacher als Stellvertreter. Im Amt bestätigt wurden auch Borgentreichs Bürgermeister Rainer Rauch und Werner Dürdoth als Beisitzer.
Mit Blick auf den Schwerpunkt Jugend- und Bildungsarbeit berichtete die Bildungsreferentin des Volksbundes im Regierungsbezirk Detmold, Hanna Hittmeyer, über Bildungsangebote zu den Themen Krieg und Menschenrechte, Flucht und Vertreibung, über internationale Jugendbegegnungen und Workcamps sowie über Projektmöglichkeiten für Schulen und Bildungseinrichtungen vor Ort.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ist eine humanitäre Organisation, die sich für die Versöhnung über den Gräbern, die Verständigung zwischen den Völkern und die Arbeit für den Frieden engagiert. Im Auftrag der Bundesregierung widmet sich der Volksbund der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland anzulegen, zu erhalten und zu pflegen. Der Volksbund betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräber, er berät öffentliche und private Stellen, er unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten. Neben dem Erinnern und Gedenken ist der Verein vor allem auch im Bereich der politisch-historischen Jugend-, Schul- und Bildungsarbeit aktiv.

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Bild:
Stabwechsel beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Kreis Höxter (von links): Werner Dürdoth (Vorstand), Andrea Dürdoth (Vorstand), Hans-Dieter Fleischer (früherer Geschäftsführer), Landrat Friedhelm Spieker (Vorsitzender), Gerhard Handermann (neuer Geschäftsführer), Jens Effkemann (Regionalgeschäftsführer) und Hanna Hittmeyer (Bildungsreferentin).
Foto: Kreis Höxter